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Er hat viele Pläne, viel was er machen, erreichen, ausprobieren will. Weiter, mehr, Zielen entgegen.
Ich habe gerne ein stabiles Umfeld. Natürlich will ich auch Veränderungen, wie endlichendlich mit ihm zusammen ziehen zu können, oder einen schönen Plan für nach meinem Studium finden.

Aber alles in allem bin ich eher die Ruhe und er die treibende Kraft. Mir sind allzu große Veränderungen zu anstrengend, sie zehren zu sehr an meinem inneren Frieden und kosten mich die Energie, mein tägliches Leben zu meistern.


Die Wohnungssuche in München ist ein Graus, wir hatten jetzt tatsächlich ein zweites Vorstellungsgespräch für eine Wohnung, aber selbst daraus ist nichts geworden. Irgendwer ist immer "geeigneter", weil er als Mieter kein Noch-Student und Frisch-aus-der-Ausbildung-Arbeitender ist - obwohl wir die Miete genauso gut zahlen könnten.
Das haben wir jetzt auf Eis gelegt, vielleicht hilfts ja, wenn Er ein, zwei Monate feste Gehaltsnachweise hat.

Stattdessen hat Er jetzt seinen Motorradführerschein angefangen (zum Glück nicht fürs Motorradfahren, sondern für einen schnelleren Roller, das würde mir irgendwie doch Sorgen bereiten), hat seinen Mathevorbereitungskurs für sein Fernstudium im Frühjahr und geht weiterhin gerne mindestens zweimal die Woche zum Sport.
Auch wenn er mir von selbst sagt, wann er Zeit hat, habe ich doch das Gefühl, dass ich von ihm verlange, dass er Zeit für mich hat. Ich bin einfach gerne mit ihm zuhause, vielleicht zum Kochen, Filmschauen, Billiardspielen, Minigolfen oder dergleichen. Da er sonst so ein unternehmungslustiger Mensch ist, hab ich dann manchmal Angst, dass er ja eigentlich was Interessanteres, Aktiveres unternehmen könnte, und ich seine Zeit verschwende.

Auch wenn ich natürlich weiß, dass das Quatsch ist. Immerhin sind wir jetzt schon 5 1/2 Jahre zusammen (ich hinterfrage diese Angabe jedes Mal wieder, weil mir das so unglaublich vorkommt). Und seiner Zuneigung bin ich mir eigentlich sicher.
Aber nachdem sich bei uns das "ich liebs dich" statt einem "ich liebe dich" etabliert hat, mache ich mir manchmal Sorgen, ob er mir nicht wichtiger ist, als ich ihm.

Gestern dann ging es um die Pläne fürs Wochenende. Ich bin Samstagabend auf einer Feier eingeladen bei meiner ehemaligen Babysittingfamilie, also bei Leuten, die Er nicht kennt. Wo er dann auch lieber nicht mitkommt und stattdessen lernt oder spielt.
Auf meine Frage dann, wie wir das am Besten organisieren: "wenn ich die Wahl hab zwischen Zoo mit M. Samstagmittag oder die Feier mit meinen Eltern Samstagabend oder einfach nur zu dir zu kommen, dann nehm ich dreimal dich"
Das war gut. Von ihm zu hören, dass er mich haben mag, von sich aus.

Totaler Blödsinn, dass ich immer noch so schnell so unsicher werde. Aber gerade weil er diesen Monat schon wieder so unendlich viele Termine hat, hilft das wirklich, von ihm gerade heraus zu hören, dass mir diese Zeit mit ihm definitiv gehört.
3.7.13 16:48


Wenn Leute erzählen, dass sie schon als Kind sehr energetisch waren und es heute noch sind, dann kann ich das nie nachvollziehen. Das war ich nie, das bin ich nicht. Klar, wenn ich mich lange genug gar nicht bewege, dann verspüre ich auch einen gewissen Bewegungsdrang. Und wenn draußen nach längerem endlich wieder die Sonne scheint, dann will ich auch an die frische Luft.

Aber es ist nicht so, als hätte ich eine Energie in mir, die ich rauslassen muss.
Vielmehr neige ich dazu, lethargisch zu sein.

Das ist so... schlimm, weil dann plötzlich nichts mehr wichtig ist. Meine Gefühle zu einem Ball zusammenschrupfen der dann wegrollt und ich ihn ewig nicht mehr finde. Dann sehe ich mich um, und erinnere mich nur noch an Gefühle gegenüber Dingen und Menschen und Erlebnissen, aber ohne dass ich sie in diesem Moment fühle.

Manchmal ist das natürlich auch gar nicht so schlecht, wenn man irgendwie nur leer ist und gar nichts fühlt. Keine Sorgen wegen der Zukunft, keine Selbstvorwürfe, keine Selbstkritik jeglicher Art, kein gar nichts. Es ist alles nicht wichtig, und es ist mir sowieso nicht wichtig und es bewegt die Welt auch nicht.

Vielleicht fühlt sich Objektivität so an. Aber vielleicht auch nicht, weil ich in so einem Zustand nicht Argumente gegeneinander abwäge und zu einem Ergebnis komme. Die einzelnen Seiten sind unwichtig, und das Ergebnis interessiert mich noch viel weniger.
Sollen die anderen doch wie Ameisen durch die Gegend wuseln und wichtige Dinge mit ihrem Leben anstellen.
Ich existiere auch so.
31.7.13 18:03





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