Startseite
  Archiv
  Sie
  Bücher
  Worte
  Limmericks
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    roblog
    - mehr Freunde



http://myblog.de/traeumerchen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Hachja. Meine Stimmung ist immer noch extrem wankelmütig, und ich alles in allem wirklich auch nicht besonders stabil.

Aber. Die letzte Woche ging es wieder ein bisschen aufwärts. Nicht ständig, nicht dauerhaft, aber immerhin. Die letzten Tage habe ich nicht mehr geweint. (Wie die Wochen davor immer wieder, aus Selbstabneigung, Angst vor Bachelorarbeit, allgemeiner Lebensunfähigkeit)
Ich glaube, das Schlimmste an solchen Phasen ist, dass ich gerade auch dadurch sämtlichen Respekt vor mir selber verliere.


Jetzt, jetzt gerade, bin ich ruhig genug, um tatsächlich auch mal wieder objektiver auf mein Leben zu gucken.

Also. Update.

Meine Fortgeschrittenenseminararbeit wurde mir einer (Achtung, festhalten) 1,3 benotet.
Das ist die beste Seminararbeitsnote, die ich jemals erhalten habe. Bei allen schriftlichen Arbeiten im Studium bin ich nie über eine 2,0 rausgekommen. Und dann jetzt, bei dieser Arbeit, bei der ich halb mit durchfallen, halb mit einer schlechten Note gerechnet habe, kommt sowas.

Im ersten Moment war ich richtig sauer auf meinen Dozenten. Was fällt dem denn überhaupt ein? Hat der sich vertan? Meine Note mit einer anderen verwechselt?

Ich hatte mir das so schön zurechtgelegt:
Bachelorarbeitsdozenten wechseln zu jemand anderem, weil die Fortgeschrittenenseminararbeit ja total mies gewesen ist. Schlechte Note für ebenjene Arbeit herausbekommen, bestätigt fühlen bei der Entscheidung, den Dozenten zu wechseln.

Und dann das. Da konnte ich ja quasi gar nicht mehr anders, als bei ihm zu schreiben.

Nur hat mich das ganze Hin und Her total fertig gemacht, weil ich mich einfach auf nichts einstellen konnte. Letzten Endes ist jetzt schon Woche 2 fast vorbei von meinen 10 Wochen Bearbeitungszeit für die Bachelorarbeit, ich habe noch nicht wirklich angefangen, aber so langsam fange ich mich emotional wenigstens wieder.
1/4 der Bachelorarbeit habe ich aufgrund meiner Fortgeschrittenenseminararbeit (was für ein Wort!) ja schon.




Meine allererste Reaktion auf die 1,3 war einfach nur Schock, Wut und beinahe schon Verzweiflung.
Passt ins Schema, und damit muss ich endlich aufhören. Ich muss endlich anfangen, auch mal stolz auf meine Leistungen sein zu können. Hey, das hab ich gut gemacht!

Insgesamt wird die Bachelornote dann schon auch auf ne 2,3 oder so kommen. Vielleicht ja sogar eher zu 2,0 tendierend?
Und. Darauf kommts eigentlich gar nicht so sehr an, habe ich jetzt beschlossen. Beim Bewerben dürfts die Leute doch herzlich wenig interessieren, was davon jetzt meine Endnote ist.
20.4.13 18:16


Ansonsten...

Wohnungssuche ist jetzt erst einmal eingestellt. Mit Seiner kurz bevorstehenden Ausbildungsabschlussprüfung, und meinem Bachelorarbeitsstress tut uns diese zusätzliche Spannung nicht gut. Ich kann keine guten Entscheidungen fällen, wenn ich mir selber so viel Druck mache und auch noch panische Angst habe, Ihm auf die Füße zu treten.

Ich koche gerade viele neue Dinge. Was mir WIRKLICH gut tut, weil das so leicht verdiente Erfolge sind, die so viel ausmachen.
Blumenkohlcurry, marinierter Tofu, einen nur ausgenommenen Fisch zubereitet, Mangold mit verlorenen Eiern (ich wusste vorher noch nicht einmal, wie Mangold überhaupt aussieht!).

Zwei neue Röcke, die ich mich auch endlich traue, mit bunten Strumpfhosen zu kombinieren. Dass es jetzt gerade 57 statt vorher 59kg sind, sieht man nicht so wahnsinnig, aber ich fühle mich dadurch besser, auch weil ich wieder besser esse und mich nicht so elend voll fühle danach. Zusammen mit schönen Anziehsachen ergibt das Selbstbewusstsein.

Einige Gelegenheiten, bei denen ich den jungen Mann beim Bäcker oder dem bei der Bücherausgabe in der Bibliothek glatt nach einem Date gefragt hätte, wenn ich Single wäre. Weil Augenkontakt, Lächeln und ich eine gute Laune hatte. Und allein das Wissen, dass ich könnte, ohne die kleine Stimme im Kopf DubistzuHässlichDoofKomischUnsympathischBlaBlaBla.


Insgesamt also ist es stimmungsmäßig immer noch nicht super. Und das nächste Loch, in das ich falle, steht schon da vorne mitten im Weg. Aber es hilft doch, zu wissen, dass meine Schutzmechanismen gut genug sind, dass ich nicht drin bleibe und mich zu sehr in meinem Elend suhle. Dass ich es mir auch gar nicht erlaube, egal wie lange das jetzt schon anhält, mich so vollkommen gehen zu lassen. Das unaufgeräumte Zimmer erlaube ich mir jetzt selber. Das ist okay.
20.4.13 18:25





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung