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Am Wochenende bin ich nach Paderborn gefahren, um ihn das letzte Mal zu besuchen. Das letzte Mal deswegen, weil er jetzt über Weihnachten nach Hause kommt und dann im Januar/Februar ein, zwei, drei Heimfahrten bezahlt bekommt. Und dann ist die ätzende Paderbornzeit endlich vorbei, vorbei, vorbei. Dann ist er nur noch für einzelne Wochen oben für Prüfungen und das wars, dann hab ich ihn endlich wieder.

So blöd sich das auch anhört, aber ich brauch ihn im Moment. Er erdet mich, und sorgt dafür, dass das zerstreute, kopflose Wesen, das ich seit ein paar Wochen (inzwischen schon so lange...) bin, wieder Boden unter den Füßen bekommt und nicht ständig in diesem emotional chaotischen Sumpf versinke.
Ich weiß echt nicht, was eigentlich gerade los ist. Ich komme irgendwie schon über die Runden mit dem Studium, muss wenig machen, mache davon noch weniger, habe einen gut bezahlten Nebenjob gefunden, der nicht stressig ist, und in meiner Beziehung läufts super.
Warum also bin ich so grenzenlos überfordert mit dem Leben gerade?

Ich fühl mich dauerhaft einfach nicht gut. Immer wieder, täglich, muss ich mich zusammen reißen, damit ich für den Tag nicht wieder in ein Loch abstürze, bei dem sich dann bloßes Lächeln anfühlt, als würde mir das Gesicht zerreißen.

Ist doch ätzend. Am liebsten würd ich mich unter der Decke verstecken und nie wieder rauskommen, dabei weiß ich doch, dass menschlicher Kontakt mir durchaus gut tun kann. Vielleicht nur nicht mit allen Freunden, die ich derzeit habe, nicht mit Janina und mit Jana, über die ärgere ich mich mehr, als dass es mir Spaß macht.
Aber alles in Allem tut mir der Kontakt schon gut, wenn ich ihn denn suche. Dennis kommt erst in 1,5 Wochen wieder, da ist noch ein ganzes Wochenende dazwischen, bei dem ich auch den ganzen Tag im Bett / irgendwo anders herumliegen kann und die Zeit mit Lesen verbringe.

Ich weiß auch nicht.

Irgendwie läufts grad nicht.

Warum zum Teufel ist das so schwer, einfach mal nur glücklich zu sein?
13.12.12 10:37


Tage später, und ich bin dieses Gefühl der Leere immer noch nicht los geworden.

Solang ich beschäftigt bin, ists okay. Wenn er da ist, ists super. Wenn Freunde da sind, bin ich vielleicht müde, vielleicht auch gelangweilt, vielleicht sogar genervt, aber ich fühl mich nicht so leer.
Der Nachmittag heute war okay. Grandios ist Weihnachten nie so richtig, aber es war okay ohne Katastrophen. Man könnte sogar sagen, es war beinahe gut. Ich hatte stellenweise sogar Spaß. Aber Papa brauch ich nach wie vor eigentlich nicht so wirklich dabei.
Klingt gemein. Aber nachdem wir uns nie ausgesprochen haben, fällt es mir schwer, mich emotional auf ihn einzulassen. Dass er mir wieder in den Rücken fällt ist nicht eine Frage von ob, sondern eine Frage von wann. Und auch wenns jetzt die letzten paar Treffen okay war, ich wahre lieber emotionale Distanz.

Aber grad bin ich allgemein einfach apathisch. Aktiv ist was anderes.

Ich bemüh mich. Teilweise funktionierts auch.
Aber es ist immer noch so sehr anstrengend.

Ich hatte mal gehofft, das wäre eine einzige Phase meines Lebens, die ich hinter mir lassen könnte. Warum kommt das immer wieder?
24.12.12 23:12





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