Startseite
  Archiv
  Sie
  Bücher
  Worte
  Limmericks
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    roblog
    - mehr Freunde



http://myblog.de/traeumerchen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
4 Jahre, acht Monate, 11 Tage.

Er stupst mir an die Nase, schaut mich an, tuts noch Mal und grinst breit. "Was guckst du denn so?" - "Na, du lächelst jedes Mal, wenn ich das mache!"

Beim Einschlafen legt er sich auf den Rücken und streckt den Arm auf meiner Seite aus. Weil er weiß, dass ich am liebsten mit dem Kopf auf seiner Schulter einschlafe.

Wenn wir irgendwo stehen, und ich mich vor ihn hinstelle, seine Hände nehme, und mich nach hinten kippen lasse, stemmt er sich dagegen. Sofort, ohne sich beim Gespräch mit mir oder jemand anderem unterbrechen zu lassen. Geschimpft bekomme ich nur, wenn wir beide Socken anhaben und es rutschig ist.

Neulich haben wir uns wo getroffen und er hat mich dann auf seinem Roller mit zu ihm genommen. Und mir ganz selbstverständlich einen Pulli mitgebracht.

Nach einem T-Shirt brauch ich gar nicht mehr zu fragen, wenn er wieder nach Paderborn geht. Das krieg ich, selbst wenn ichs sonst vergessen hätte, einfach so in die Hand gedrückt.

Wenn ich bei ihm übernachte, und er früher in die Arbeit fährt oder mit seinem Dad Badminton spielt und ich ausschlafe, dann geht er nie, ohne mir noch einen Kuss zu geben.



Ja, nein, um Himmels Willen, es war nicht immer einfach und ab Oktober ist er (bis auf Weihnachten) wieder bis Februar weg und dann sehen wir uns halt nur alle paar Wochenenden.
Aber dann tut er eben sowas wie mir wieder an die Nase zu tippen, oder mir die Nase gleich ganz klauen und sie einzustecken, oder beim Packen den Rucksack aufzuhalten "Spring rein?" und... das ist so süß.
Fast fünf Jahre ist fast ein bisschen gruselig lange. Aber solange mir beim Gedanken daran, nach Februar endlichendlich zusammen ziehen zu können, ganz kribbelig wird, ist alles in Ordnung. Und ich weiß, dass ich geliebt werde, wenn er nie genug davon bekommen kann, dass ich meine Nase immer wieder richtig herum drehen muss, wenn er sie auf den Kopf dreht.
27.8.12 21:51


Jetzt bin ich 3 Monate daheim - mindestens einen davon hab ich damit zugebracht, in Selbstmitleid zu versinken. Nachdem ich dann endlich meine Bewerbungen geschrieben habe, und von ungefähr sechs Abgeschickten auch beinahe auf Anhieb drei Zusagen hatte (zwei Nebenjobs und ein Praktikum), hab ich dann doch noch was auf die Reihe bekommen.

Jetzt also schon in meiner siebten Woche von zwölf in einer internationalen PR-Agentur. Im Nachhinein betrachtet war die Selbstgeißelung Blödsinn was das Praktikum anbelangt. Insgesamt hat es mir dann aber doch was gebracht, weil ich wirklich und ernsthaft darüber nachgedacht habe, was ich will, was ich kann, was ich können will. Und, so blöd es klingt, ich bin mit der Erkenntnis hinausgegangen, dass ich noch Einiges leisten muss, wenn ich nach dem Studium zufrieden sein will mit meinen Möglichkeiten.

Derweil:
- Bafög-Antrag endlich abgeschickt
- Haare bunt färben probier ich nochmal. Zwei Wochen zwischen Praktikumsende und Semesterbeginn sind vielleicht die Chance zum Experimentieren, die ich so nie wieder bekomme
- endlich mein Transcript of Records bekommen
- letzte Überweisungssachen geregelt und jetzt muss ich nie wieder was mit meinen Mitbewohnerinnen aus England zu tun haben
- Beziehung nicht getötet. Auch wenn er definitiv Unrecht hatte, und mich ein Praktikum nicht wirklich ausgeglichener macht, sondern nur ausgepowerter
- ... 60kg. Uärghs. Dafür geht das Fahrradfahren jetzt aber auch wieder leichter, nachdem ich in England ja keins hatte.
- noch 1,5 Monate bis Semesterbeginn, und schon 1,5 von 5 Lektüren gelesen. Außerdem den Catcher in the Rye und zusätzlich To Kill a Mockingbird und The Strange Case of Doctor Jeckyll and Mister Hyde. So langsam werd ich noch intellektuell.
27.8.12 22:06





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung