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Ich bin in letzter Zeit einfach angewiedert von mir selbst. Und von beinahe allen anderen auch. Mein Freund ausgenommen und meine Familie meistens auch. Aber ansonsten will ich eigentlich gerade gar niemanden um mich haben, mich selbst eingeschlossen.

Morgen geht die Uni wieder los.
1.5.11 23:04


Mrs. Jennings was a widow, with an ample jointure. She had only two daughters, both of whom she had lived to see respectably married, and she had now therefore nothing to do but to marry all the rest of the world.

Sense and Sensibility, Jane Austen. Seite 34.
10.5.11 01:31


Zeiten wie diese geben mir immer das Gefühl, ein kleines bisschen zu komisch zu sein, um wirklich "hinein zu passen". Aber wer passt dann besser hinein? Der Kerl, der mir über den Weg lief, als ich ebenfalls auf der Suche nach dem Raum war und der es auch nicht so richtig auf die Reihe bekommen hat? Der als Einziger tatsächlich ein Lied zur Vorbereitung mitgebracht hat? Das Mädchen, das mir letztes Semester beim Referat nicht so richtig sympathisch gewesen ist, aber eine Präsentation über Essen gehalten hat, die sehr sympathisch war und gut rüberkam? Das Mädchen, das zu still ist und nicht wirklich hervorsticht und das nicht auffällt, selbst wenn es weg ist, weil von ihr keine irgendwie auffälligen oder besonderen Äußerungen kommen? Die Erasmusstudenten, deren Namen ich teilweise nicht einmal aussprechen kann?
Wenn man das so sieht, passe ich eigentlich ganz gut in diesen Haufen hinein, dass ich teilweise zu laut, zu forsch, zu direkt und zu verplant bin.
Es ist nur manchmal so schmerzhaft, sich der ganzen Ecken und Kanten so sehr bewusst zu sein.


Gestern habe ich Mi.ch.i getroffen, ihren Problemen zugehört und sie in den Arm genommen, als ihr Tränen in den Augen standen.
Ich hab ein bisschen die Nähe zu ihr verloren. Das Gefühl von wichtig(st)er Freundschaft.
Ich will dieses Superenge aber gerade eigentlich auch nicht. Auch nicht mit Ja.ni.na. Oder irgendwem. Da sind mir die Freundschaften von meinen FOS-Mädels gerade sehr viel lieber, mit denen man über alte Zeiten reden kann, generell ein wenig lästern, Tee genießen, gutes Essen essen und einfach nur quatschen kann... ohne das ganze Drama.

Mi.ch.i fehlt mir aber auch nicht einmal. Schon komisch, das war vor zwei Jahren zur selben Zeit noch ganz anders.
13.5.11 00:56


Vom Kopf her weiß ich noch genau, dass der Trennungsschmerz von dieser Freundschaft vor zwei Jahren war.
Zu dieser Zeit fing ich an, endgültig an den Freundschaften zu Tin.chen und Mi.ch.i zu zweifeln. Zwar hat sich das nach dann irgendwann wieder gebessert, aber...
Ich glaube, seitdem war es eigentlich nicht mehr das selbe.

Ich höre mir an, was Mi.ch.i macht, ihre Sorgen, ihre ständigen Probleme mit ihrer Mama und ihrem Vater und ihre sonstigen Probleme und Stimmungen... und es betrifft mich eigentlich nicht mehr. Ich möchte sie nicht mehr länger umarmen, ich fühle mich ihr nicht mehr nahe.

Sie ist "eine Freundin", und dabei nicht einmal mehr eine, mit der ich so viel Zeit verbringen möchte, weil sie mir fehlen würde oder weil ich mit ihr besonders viel Spaß hätte.
Eher nerven mich ihre kleinen Macken inzwischen... es gab einmal eine Zeit, da hätte ich mir das nie vorstellen können, dass ich mich einmal so von ihr entfremde.


... Derweil habe ich aber eigentlich allgemein im Moment ein ziemliches Distanzproblem mit meinen Freundschaften.
Von den Mädels aus der 13., Th.ere.sa, Ve.re.na und Ju.lia hat letztere Morbus Hodgins - also Krebs. Ich habs von Ve.re.na gehört und war natürlich erstmal geschockt. Aber sie und Th.ere.sa waren echt voll mit den Nerven fertig und scheinbar erstmal auch ziemlich am Weinen und ich... nicht.

Aber ich glaube, ich ticke da generell ein wenig verkehrt. Als Brigitte weinend bei uns in der Küche saß, weil Oma gerade mit einer Lungenembolie im Krankenhaus gestorben war, habe ich das schon gecheckt und war traurig, aber ich bin rauf in mein Zimmer gegangen und erinnere mich nicht einmal mehr, was ich dort gemacht hab. Auf der Beerdigung habe ich glaube ich vor allem deswegen geweint, weil "das alles" so traurig war, Dad vor allem. Wegen Raphael habe ich glaube ich auch nicht geweint.
Als Den.nis Mitazubi nen Motorradunfall hatte und er mir das erzählt hat, dass der jetzt mit gebrochenem Hand- und Sprunggelenk im Krankenhaus lag, war Den.nis vollkommen entsetzt darüber, dass meine Frage darauf war "und das Motorrad ist jetzt auch total hin, oder?". Laut seinen Aussagen klang es so, als ginge es ihm halbwegs gut... aber scheinbar war daran irgendwas falsch, was ich immer noch nicht sehen kann.
Jetzt mit Ju.lia... natürlich beunruhigt mich das. Natürlich wünsche ich ihr nur das Beste. Und ja, ich möchte ihr gerne "etwas Gutes tun", mich bald mit ihr treffen und überhaupt.
Aber andererseits hatte ich das letzte halbe Jahr auch nicht so übermäßig viel Kontakt mit ihr, auch weil sie am Wochenende immer arbeiten muss und so... und irgendwie betrifft mich das alles nicht so.


Manchmal fühle ich mich wegen meinen Reaktionen außerirdisch, wenn sie so dermaßen von denen "normaler Menschen" abweichen.
27.5.11 22:17





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