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Wenn man nur lange genug wartet, fühlt es sich irgendwann so an, als wäre es möglich, einfach zu vergessen, wie es funktioniert, sich einer Person zu öffnen.

Er ist grad weg und mit meinen Mädels hab ich grad kaum wirklichen Kontakt (dabei fahr ich jeden Montag mit Mi.chi im Bus...) und ich fühl mich grad ganz weit weg.


Nach dem ganzen "ich komm auch mit jungen Menschen gut aus" von ihrer Tante, von dem ich mich irgendwie so auf mein Alter reduziert gefühlt hab - ich mag sie eigentlich gerne, aber ich bin kaum zu Wort gekommen und so sehr bin ich dann eigentlich doch nicht nur an ihren Erfahrungen und Ansichten und Problemen interessiert, dass ich damit einen ganzen Nachmittag füllen möchte. Das hat mich damals schon an ihrem Dad gestört, der hat genau das selbe gemacht und dann aber auch immer einen auf "aber ich bin dann eben doch älter und weiß mehr". Will ich mit solchen Menschen überhaupt umgehen?
Vor allem, weil Mi.chi, irgendwo ja verständlich, solche Anwandlungen auch hat. Dass sie über N.ins Begeisterung auf eine Art redet, als würde sie das belächeln... und mir stehen dabei die Haare zu Berge.
Mit dieser Mi.chi will ich eigentlich auch gar keinen bzw. nicht so viel Kontakt haben.

Ja, den Adventskalender fand ich süß. Aber letztendlich hätte ich wahrscheinlich mehr davon, wenn ich die einzelnen bunten Zettel einfach an der Schnur hängen lasse und mich an dem Anblick erfreue, 24 Lebensweisheiten sind für mich einfach nur leere Worte und erstaunlich unpersönlich, trotz der Arbeit, die sie sich gemacht hat, indem sie sie aufgeschrieben hat.
Aber das Ganze wirkt, als hätte sie wahllos nette Sprüche genommen und sie aufgeschrieben. Die verbinde ich so nicht mit mir. ... Oberflächlich eben.


Und ich will grad einfach auch gar nicht. Mit der Angst, in der Prüfung zu versagen und "schlechte Noten" zu schreiben (wo ich doch genau weiß, dass für sie eine 3 schon eine schlechte Note ist und ich mich damit automatisch wie ein Versager fühle) umgehen zu können, kann ich sie einfach nicht nah an mich ran lassen.

Dann lass ich Dad nicht nah an mich ran, weils sonst immer noch zu sehr weh tut.
(Und ich weiß jetzt, was mich an der Türkeigeschichte am Meisten genervt hat - dass er mich keine Grenze ziehen lässt und ein "Nein" nicht akzeptiert.)

Den.nis darf ich auch nicht zu sehr vermissen.
Grad das Gefühl, dass ich ihn ein bisschen zu viel mehr liebe als er mich.



Jupp. Genau. Ich bin grad wieder am Mosern.
Scheiße ^^".
11.12.10 23:04


Ich hab gerade leichte misantrophische Anfälle. Nicht allen gegenüber. Mi.chi gegenüber.

Dafür, dass ich nicht nur mit den Schuldgefühlen Den.nis gegenüber zu kämpfen hab, weil ich nicht schneller geschaltet hab, und Ma.rtin von vorne herein gefragt hab, ob er denn explizit zu Silvester eingeladen war. Ihm damit Umstände bereitet habe.
Dass das Erste, was sie tut, ist, mich anzurufen, und Den.nis Schuld in die Schuhe schieben zu wollen, ob ich mich nicht auf ihre Seite stellen will, weil er es ja, so wie sie sich erinnert, doch gesagt hat.

Ich will mich eigentlich nicht wegen allem schlecht fühlen. Und ich hab sie auch nicht beruhigt und mit ihr gegen meinen Freund gewettert. Und mich nicht wirklich entschuldigt.

Und ich hab ihr heut auch nicht viel Glück für die Prüfung gewünscht. Weils einfach nicht ehrlich gewesen wäre.
Nein, ich wünsch ihr kein Pech. Aber ich hab grad einfach keinen Bock auf sie.


... Ich hab mich vorhin daran erinnert, wie sie von der Freundin von nem Bekannten von ihr erzählt hat. Die so wehleidig und unsicher ist und immer und überall Bestätigung braucht und ganz viel Führsorge und alles Mögliche. Die das aber auch bekommt, von ihren Freunden.

Ich glaub, ich hab Mi.chi verzogen.
Klingt komisch, das über ne Freundin zu sagen, aber... ich mach viele kleine Abstriche und sie merkts nicht einmal.
Wir steigen aus dem Bus aus und sie geht in Richtung ihr Haus und ich geh mit. Obwohl der Weg für mich länger ist. Für sie ists selbstverständlich.
Ja, es ist nett, dass sie fragt, ob ich mit auf den Mittelalteradventsmarkt will. Dass ich danach die zwei Stunden warte, damit ich mit ihr nach Hause fahre, davon geht sie selbstverständlich aus.
Dass sie sich drauf verlässt ich ihr sag, wenn sie am Scheißebauen ist und immer für sie da bin, wenn sie mich braucht... und sie aber regelmäßig vollkommen blind wird sobald sie gestresst ist und überhaupt gar nicht mehr auf mich achtet.



Aber ganz ehrlich, ich hab grad einfach keinen Bock mich damit zu beschäftigen.
13.12.10 22:48


Ich bin so unglaublich müde.

Lebens.müde.

Alles ist zu anstrengend.

Zu schnell.

Ich komme mit dem Denken nicht hinterher... und bis sich meine Lippen endlich zum Lächeln gehoben haben, ist der Gesichtsausdruck schon längst wieder völlig unpassend.

Umso besser dann, wenn ich eh niemanden sehe.


Und ich wills auch eigentlich gar nicht erklären. Will die Enttäuschung über mein Versagen nicht sehen und will das Mitleid nicht und will die niedrige Meinung anderer mir gegenüber nicht haben.

Ich will mich nicht unterhalten und ich will nicht einmal lächeln. Selbst wenn es Fragen, Bitten, Forderungen nach Erklärung erspart.

Abfertigen, fünf Minuten Gespräche, bei allem Längeren kommsts ja doch raus, dass ich gerade nicht stimme.

Irgendwo hab ich ein paar Seiten überblättert und bin dadurch direkt ins schwarze Loch gefallen ohne vorher genug Sonnenstrahlen eingepackt zu haben.

Die glitzerdunkelblaue Fingernägelfarbe blättert. Aber nachdem sie vorher nicht perfekt war, machen die abgesplitterten Kanten auch schon keinen Unterschied mehr.
Das bin ich. Ich mache keinen Unterschied.

Weihnachten in drei Tagen.
Dann ist Er auch wieder da.

Aber eigentlich ist mir das gerade auch zu viel.
Allein, dass ich dann irgendwie wieder gezwungernermaßen anders drauf sein muss, allein der Gedanke strengt mich an.

Im nächsten Leben werde ich die Wurzel eines Baumes. Dunkel, lebendig, leise.
21.12.10 23:25


Ich glaube nicht, dass ich diejenige bin, die ihn auf Dauer glücklich machen kann.

Gerade, wenn Telefonate so enden, frage ich mich dann immer, warum er eigentlich noch immer mit mir zusammen ist, wenn er doch so oft so wenig glücklich mit mir ist.
22.12.10 23:40


Es hätte von jedem meiner Freunde weh getan.

Dass ausgerechnet ER sowas dann sagt, das war beinahe unerträglich.

Nicht, dass es an dem Tag groß was ausgemacht hätte, ob ich jetzt davor schon die ganze Zeit kurz vorm Flennen war und danach dann auch noch (oder eben noch mehr) und es aber auf keinen Fall tun wollte, letztendlich kams alles auf das Selbe hinaus.

Ich will von meinem Freund nicht hören, dass ich mich doch gar nicht so anstellen soll. Dass ich sowieso mit meiner Zwei-Tage-Woche total verzogen bin. Dass andere Leute nebenbei öfter in die Uni müssen und arbeiten und die Hausaufgaben machen. Dass ich sowieso nur das Minimum an Zeit fürs Lernen verbringe. Dass ich mich gar nicht über Mi.chi so beklagen soll, weil ich selber immer genauso nichts mehr anderes wahrnehme, wenn ich im Prüfungsstress bin.

... Dass ihm schon klar ist, dass ich mit seinen Reaktionen wohl nicht so zufrieden bin, wenn ich eher einem beinahe Fremden von meinem Stress erzähle als ihm.

Ich kam mir richtig verzogen, dumm, tussig und ätzend vor als er so mit mir geredet hat.


Als wir dann gestern im Bett lagen und er mich gefragt hat, obs mir gut geht und ich ihm dann eben doch irgendwann mal aufgezählt hab, womit ich grad eigentlich nicht klar komme... hat er gar nichts gesagt.
"Mehr als dir zuhören kann ich ja nicht."

Zuhören wäre prinzipiell nicht so schlecht. Wenn er dabei wenigstens das winzigste Fünkchen Verständnis für mich hätte.

Ganz ehrlich, selbst wenn ich furchtbar verwöhnt bin, es wäre doch irgendwie nett, wenn er mich ernst nehmen würde.

Das hat wirklich. wirklich. wirklich. weh getan.

Dass er mich so abweist.
28.12.10 02:37


Wann hat es eigentlich angefangen, dass ich tatsächlich angefangen habe, mich dafür verantwortlich zu machen, dass Dad ausgezogen und "unsere Familie zerbrochen" ist?
31.12.10 14:03





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