Startseite
  Archiv
  Sie
  Bücher
  Worte
  Limmericks
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    roblog
    - mehr Freunde



http://myblog.de/traeumerchen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Emotionslos, kalt, hartherzig - wann, wie, wer? Ich, unter anderem. Natürlich.

Für mich habe ich festgestellt, dass ich gar nicht dazu in der Lage bin, mich permanent um jemand anderen zu sorgen, mich zu kümmern, mir Gedanken zu machen, viel Energie aufzuwenden.
Unter anderem auch, weil ich nicht will, dass das jemand für mich tut und ich es auch im Grunde genommen gar nicht brauche. Ich bin der Ansicht, dass die Energie, die dich in deinem Leben wirklich vorwärts bringt, diejenige ist, die von dir selber kommt. Andere können dich anschieben und ziehen, aber wirklich vorwärts kommen kannst du nur alleine. Meiner Meinung nach.

Wenn ich mich um andere kümmere laufe ich immer sehr Gefahr, diejenigen zu bevormunden. Ihnen die Selbstständigkeit zu nehmen, die Verantwortung, den Zwang zur Eigeninitiative.
Und das ist genau das Gegenteil dessen, was jemand wirklich braucht, weil er sich das dann alles wieder zurückholen muss, was ich ihm versehentlich genommen habe, in dem zwar gut gemeinten, aber schädlichen Versuch, zu helfen. Mehr Schaden als Nutzen anzurichten, selber mit guter Absicht? Garantiert nicht.

Dazu kommt, dass ich auch für mich selber einfach zu viel Zeit benötige, um gleichzeitig noch das Leben eines anderen mitzuleben, andere Gefühle mitzufühlen, andere Sorgen zu teilen, so, als wäre ich die andere Person auch noch. In meiner Vorstellung muss das so intensiv sein, um überhaupt etwas bewirken zu können. Und das kann ich mir für mich einfach nicht vorstellen.
Ich kann mit meinem Leben, es leben, es bewältigen. Aber noch ein Zusätzliches zu meinem Eigenen? Nein, davon wäre ich überfordert, überwältigt, begraben.

Dabei ist es nicht einmal so, als könnte ich nicht mitfühlen. Ich habe schon mitgeweint, mitgelacht, mitgeschwiegen. Aber nur dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass es richtig war, der Person so nahe zu kommen. Und das hab ich selten... die Häufigkeit ließe sich nur minimal erhöhen, wenn ich jede Gelegenheit wahrnehmen würde, aber dazu immer in der Lage sein? Nein.

Ich möchte mich einfach nicht immer mit fremden Gefühlen belasten. Mitleid, Mitgefühl mit jedem zu haben, den ich mag - ganz bewusst nicht gesagt, mit jedem, der mir begegnet - ist einfach auch schon zu viel. Weil es in meinem Freundeskreis immer und ständig Problemfälle gibt. Mich jedes Mal um jede Person kümmern zu wollen ist eine Lebensaufgabe, die so beanspruchend wäre, dass ich nichts anderes mehr machen könnte.

Ist das eine Entschuldigung dafür, jemanden zuvernachlässigen? An der Reihe zu sein, sich bei jemandem zu melden und es trotzdem nicht zu tun? Jemandem in vollem Bewusstsein sitzen zu lassen?
Nein.
Aber an dieser Stelle kommt dann eben doch der Egoismus ins Spiel, der Eigennutz, die Bequemlichkeit. Gründe fürs Nicht-Melden... zu viel Stress, keine Lust auf die Person, keine Energie... oder - und das ist der Grund, der greift, bei Menschen, die mir wirklich wichtig sind, bei denen ich aber trotzdem nicht weiß, ob sie diesen Grund verstehen oder einfach nur davon wissen - ich versuche, mich zu melden, aber es fühlt sich einfach nicht richtig an, die Worte sind falsch, nicht persönlich, unpassend. Und dann lasse ich es sein, weil ich Dinge mit schlechtem Nachgeschmack nicht mag.

In diesem Sinne... ja, ich denke, das ist für dich, Luftzug.
Nicht als Entschuldigung - mein Verhalten mag mir manches Mal Leid tun, aber deswegen ändere ich es trotzdem nicht, weil ich keine passende Alternative habe -, sondern als Erklärung. Um es vielleicht nachvollziehen zu können.
Aus Heuchelei für ein bisschen Verständnis. Lass die Vergebung, ich bin ein Mensch, der mit diesen Fehlern mit geradem Rücken durchs Leben läuft.

... Wenn du Hilfe möchtest, Kontakt, dann machs mir nicht so schwer und sprich es einfach aus.
Direktheit, Ehrlichkeit.
Ich spiele keine Psychospielchen, ich meine, was ich sage.
Und auch wenn ich mich nicht um alle kümmere, wenn du mir in die Augen siehst und sagst, dass du meine Zeit haben möchtest, wirst du sie garantiert bekommen.
Aber ich hab mir abgewöhnt, ungefragt auf jemanden zuzukommen, wenn es mich zu viel Kraft kostet. Damit werd ich nicht froh. Ich komme entgegen, wenn ich kann. Wenn du etwas willst, dann ist es an dir.

Bin ich denn nun der schwarze Dämon, arrogant, ignorant, boshaft, mit der Fassade eines ... selbstbewussten?, lieben? Mädchens, das von sich sagt, sie wäre mitunter gemein?
Sieh, was du willst, deinen Blick kannst nur du selber beeinflussen.
Aber ich bin der Meinung, dass ich auf niemanden herumtrample, wenn es sich nicht vermeiden lässt... und auf jemandem herumzutrampeln ohne mich schlecht zu fühlen, das funktioniert nie. Dämon? Wenn ich wirklich ein Geschöpf der Hölle, der Bösartigkeit bin, dann behalte es für dich. Ich glaube nicht, dass ich dann mit dir zu tun haben möchte, wenn ich aus deiner Sicht heraus über Leichen gehe um vorwärts zu kommen, ohne dabei mit der Wimper zu zucken.
4.2.08 15:28


Heute habe ich Dad umarmt und bin länger in der Küche geblieben, als beabsichtigt. Weil er mich zurückumarmt hat, länger. Ohne mir das Gefühl zu geben, er umarme mich nur des Anstalts halber und um mich danach schnellstmöglich wieder loszuwerden. Er hat mich an sich gedrückt und vermittelte mir das Gefühl, genau das genau jetzt gerne zu tun. Genau das Gefühl also, das mir sonst so oft gefehlt hat, wenn ich ihm um den Hals gefallen bin.

Wenn er auf mich zukommt... ich habe jederzeit Zeit für ihn, für Unternehmungen mit ihm, ich verschiebe Pläne, sage sie ab, gebe ihm die Möglichkeit dazu, die Zeit mit mir zu verbringen, die er will. Weil es mir wichtig ist. Weil er mir wichtig ist.

Aber ich habe inzwischen gelernt, mich abzuschotten, mich zu schützen, wenn er nicht auf mich zukommt. Gelernt, nicht in der Hälfte durchzubrechen, wenn ich ihm um den Hals falle und er mich abwimmelt.
Selbstschutz.
Überleben. Wenn ich nicht auf mich aufpasse, tut es keiner.

Daran ist nichts Falsches.
4.2.08 15:33


... Ich war sowohl zu Michi als auch zu Tinchen streng.
Beide sind Menschen, die mir sehr wichtig sind.
Aber nach langer Zeit, nach Wochen, Monaten... möchte ich nicht länger dabei zusehen, wie die beiden alles dafür tun, unglücklich zu sein.

In der Hoffnung, dass ein Arschtritt aus der Lethargie löst, habe ich genau da getan: Sie geschimpft und darauf hingewiesen, dass sie garantiert nicht glücklich werden, es sei denn, sie wollen es.

... Meiner Meinung nach ist es schwerer, auf die Dauer glücklich zu sein, als unglücklich zu sein.

(Mal ganz ungeachtet der unbedeutenden Tatsache, dass ich überrascht während diesen Gesprächen festgestellt habe, wie sehr es mich eigentlich auffrisst, sowohl Michi als auch Tinchen dabei zuzusehen, wie es ihnen nicht gut geht. Ich ertrage es schlichtweg nicht mehr, es macht mich verrückt, wahnsinnig, wütend, traurig. So sehr, dass ich teilweise nicht mehr weiß, ob ich weinen, schreien, ihnen oder einfach mir weh tun soll. Und wenn letzteres nur, um ihnen zu zeigen, was sie da eigentlich tun.)
4.2.08 15:48


Warum bin ich jetzt noch wach? Weil es sich nicht richtig anfühlt, dass ich mich gesund, wach, munter, energiegeladen fühle, wo ich doch die Schularbeiten vernachlässige und mich auch sonst nicht ausreichend richtig verhalte?
Nur ein ganz klein bisschen.
Heute war auch komisch. Genauso wie gestern den ganzen Tag herumgelaufen, aber während ich erst abends ein bisschen mehr gegessen habe, kann ich heute die Müsliriegel gar nicht zählen. 5? 6? 7? Riegel, Schokolade, Milchbrötchen, Breze, Brot, Tomate, Salat, Baguette... vom Gefühl her hab ich heute ganz böse falsche Sachen gegessen.
Dazu dann noch, dass ich mir den Großteil der Zeit den Fotoapperat selber geschnappt hab, sodass ich jetzt auf nur wenigen Fotos drauf bin, weil ich mich wirklich nicht nach fotografiert werden gefühlt hab. Zu dick, das Gesicht. Schwachsinn, aber im Moment fehlt die Relation wieder relativ schwer. Was stimmt, was stimmt nicht, ...

Die letzten beiden Tage also Augsburg angesehen. Sehr hübsch. Hat gefallen. ^^
Heute mit Dad und den beiden Kleinen in den Zoo, danach zu Tinchen... Eigentlich wollt ich ja nur zu Tinchen, aber weil Dad so furchtbar enttäuscht war, als ich das gemeint hab und er es mir regelrecht aufgedrängt hat, dass ich doch mitfahren soll (weil er ja sonst auch so selten was mit mir und den Kindern zusammen macht hat er gemeint, als ich damit ankam, dass ich Tinchen ja auch so selten sehe.... argh.). Tja, tu ich das eben.

Montagnacht auf dem Rosenmontagsball gewesen. Ich hätts ja wissen können, dass 8cm-Absätze für ungefähr 6 Stunden Faschingsparty nicht so genial sind. Zwar keine einzige Blase, aber meine Füße haben weh getan wie doof. ... So langsam gewöhnt frau sich an Feiern. Um Mitternacht war ich so weit, dass es mir eigentlich viel zu viel geworden ist, zwischendurch musste ich auch einfach 10 Minuten raus weil ich total die Krise gekriegt hab mit zu vielen Menschen und zu laut und zu voll und zu stickig und mir alles zu viel und ich kommnichmehrdamitklar. ... Nur zehn Minuten, weil selbst eine halbe Stunde nicht gereicht hätte. Bis halb 3 sind wir dann geblieben, auch wenn ich wohl gegen Ende ziemlich apathisch geworden bin und nicht mehr wirklich anwesend, obwohl mit auf Tanzfläche und Zeug. Michi hat mich wiederholt gefragt, ob ich heimgehen mag. Aber ich habs satt, den anderen immer den Spaß zu verderben, wenn sie so offensichtlich noch bleiben wollen, aber gehen würden, wenn ich mich irgendwo an den Rand setze oder ja sage oder jammere. Also nichts gesagt, brav weiter mit gemacht und ganz am Ende nur noch bei jedem Lied gehofft, dass sie danach Pause machen und wir gehen.
Egal. Hat gepasst. Zeug. Blubb.

Nach Dienstag und Mittwoch dann jeweils den ganzen Tag in Augsburg hatte ich einfach nur Muskelkater an den Unterschenkeln. Nette Sache. Viiiiiel Bewegung. Heute dann weitermachen im Zoo.

...
Ich bin grad leiiiicht Banane. Einfach weiterschreiben, noch zusammenhangloser und verdrehter kanns nur werden. Müde. Aber ausgeschlafen wird heute nicht (das hab ich ja wie gesagt nicht verdient, außerdem sind es immerhin noch 7-8 Stunden, das genügt. Basta. Mehr tu ich ja gar nicht, aber ganz gesund fühlt sich grad total verquer an), weiterlaufen.
Schmu.
Bett.
7.2.08 00:42


Kopfschmerzen, seit drei Tagen. Tut nichts zur Sache, wird ignoriert und sonst auch nirgendwo erwähnt. Ändert ja nichts an vorhandenen Tatsachen und ist auch die meiste Zeit durchaus erträglich. ("Durchaus genießbar" fällt mir dazu ein. Dabei will ich meine Kopfschmerzen doch gar nicht (auf-)essen, sonst werden sie am Ende noch zu Bauchschmerzen.)

Gestern abend war ich mit Dad, Sigrid, großem Bruder und Dennis auf dem Poetry Slam. Eine Erfahrung, die wiederholbar ist - etwas zu sehen ist mit meiner Größe zwar schwerlich möglich gewesen, ein Effekt, der noch begünstigt wurde, durch das 12-Jahres-Feierteil und damit verbunden dem absolut vollen Raum, aber dann und wann sah ich doch den Kopf des Vortragenden und die Stimme allein war mehr als ausreichend.
Jedenfalls viel Spaß gehabt...

Das, und die Besuche des Mozart- und Brechthauses in Augsburg zusammen mit der Fülle an Museen und Kirchen, die wir dort angesehen haben, weckt den Heißhunger auf Literatur, nicht einfach nur Geschichten, sondern Handfesteres. Für die Alltagsstimmung zu Handfest und Kantig, aber... nach Brecht kannst du dich doch unmöglich hinsetzen und Kitschromane lesen.
Solcherlei dann tatsächlich in die Tat umzusetzen kommt bei mir in etwa so häufig vor, wie ich eine Städtereise mache: selten. Aber der Archipel Gulag, auf einem Bücherflohmarkt gefunden, wurde schon angefangen und für gut befunden. Liest sich wirklich ansprechend... und das, was da steht, ist nicht platt. Dabei bin ich wirklich erst ganz ganz am Anfang.

Am Sonntag war ich dann den ganzen Tag ziemlich überdreht aufgedreht. Zusammen mit meiner generellen Tollpatschigkeit wirkt das dann öfters einmal sehr konfus, jedenfalls hat Dennis öfter mal an meiner Hand gezogen wenn ich zu weit in die entgegengesetzte Richtung gekippt bin, weil ich mit den Füßen gewippt habe. Nach rechts oder links... vooooor, zurück, wihiiiie, einmal ganz herum. Und ständig die den Zeigefinger an sämtlichen nicht nach oben gezogenen Mundwinkeln.
Das mag recht kindisch sein, nervig mitunter auch, aber meiner Erfahrung nach lächeln mich die meisten Menschen spätestens nach dem zehnten Mal an, wenn ich sie breit grinsend an den Mundwinkeln angetippt hab oder "duuuuuu? Lächel maaaaal?" gequietscht habe. Gerade das bereitet mir ein unglaubliches Vergnügen, weil ich meine Umwelt doch so gerne lächeln sehe. Zumal sie dann nicht nur einfach so lächeln, sondern wegen mir oder extra für mich lächeln. Schnell genervte Personen lasse ich zwar relativ schnell in Frieden, aber solche Reaktionen bekomme ich dann doch erstaunlicherweise relativ selten ab. Wirklich selten.
Womit ich teilweise ein kleines Problem habe, ist die Häufigkeit des Auftretens dieser Stimmung. Still, eher in mich gekehrt und ein klein wenig auf Abstand, mittelgut gelaunt oder total happy und aufgedreht bis überdreht, Letztere und Erstere kommen zwar oft genug vor um sich zusammengenommen wieder zu einer normalen Stimmungsmasse zu teilen, aber das mir oft als angenehmer erscheinende Mittelmaß kommt für meinen Geschmack zu selten vor. Schließlich habe ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn ich zu still - was eben oft vorkommt - oder zu quietschig bin. Weil beides meinen Mitmenschen mitunter auf die Nerven geht, auch wenn Ersteres eher Grund zu besorgten Erkundigungen führt.

Jedenfalls hatten Sandra und Ich heute in Matheergänzung einen ausgewachsenen Lachkrampf. Kein lautes Gekicher, sondern hilflos zuckendes auf dem Tisch liegen und Tränen lachen. Weil ich mich so über den Ergänzungslehrer aufgeregt habe, der zu der Sorte männlichem Lehrer gehört, die relativ ungeniert und absolut uneingeladen auf weibliche Schülerinnenoberweiten glotzen und viel zu sehr von sich selber überzeugt sind und demenstprechend ständig Witze von sich geben, die bestenfalls für ein müdes Lächeln ausreichen. Als jener dann anfing auf die seltsamste Art zu husten, die mir bisher untergekommen ist, hab ich erstmal wirklich angefangen zu lachen, später dann gefördert von Sandras schon relativ verzweifeltem "das ist echt gemein, hör auf zu lachen!!", die gleich danach beim nächsten Husten auch nicht mehr an sich halten konnte. Da lagen wir dann eben beide halb auf dem Tisch und haben uns Tränen aus den Augen gewischt, sich gegenseitig anstachelnd, mit dem zusätzlich nicht gerade zum Beruhigen förderlichen Husten besagtem Lehrers.

Also war ich jetzt am Sonntag den ganzen Tag quietschig kindisch aufgedreht, Montag bis mittags hab ich dann auch noch viel gelacht, da ist es ausgleichend wohl in Ordnung, jetzt wieder ein wenig Trübsal zu blasen.

Mit den altbekannten Ängsten. In abgewandelter Form, der Situation angepasst, aber altbekannt trotzdem.
Eine davon wäre jetzt - Aufgepasst, die neue und überarbeitete Version! -, beziehungsweise gestern, dass ich Dennis glaube ich doch irgendwie auf die Nerven gegangen mit, mit meinem Verhalten. Und damit, dass ich mir doch bei anderen Leuten schon vor einer ganzen Weile angewöhnt habe, anspruchslos zu sein und möglichst wenig Umstände machen zu wollen. Ich finds idiotisch, jemanden, der obendrein einen längeren Weg hat als ich, aufstehen zu lassen, damit er ein Glas für mich holt, wenn ich zum Einen nicht zum ersten Mal zu Besuch bin und mich schon auskenne. Da steh ich auf und hol mir das selber. Andererseits frag ich dann doch drei Mal nach bevor ich mir irgendetwas nehme, weil ich mir dann doch unsicher bin. Dass ich dann bei jeder sich mir bietenden Gelegenheit "bitte" und "danke" sage, fällt zumindest mir nach dem zehnten Mal doch irgendwie seltsam auf. Sicher, natürlich ist es höflich, aber wann genau übertreibe ich damit?
(Diese Woche Samstag sinds zwei Monate, inzwischen kann ich mir gar nicht mehr einbilden, dass er ja noch feststellen könnte, dass er mich doch nicht mag. Weswegen der Gedankengang einfach so verdreht wurde, dass es ja jetzt gut möglich wäre, dass er jederzeit feststellt, dass ich ihm doch zu sehr auf die Nerven gehe. Mit meiner ganzen Art.
Schwachsinnig, denke, hoffe ich, davon muss ich schließlich ausgehen, er wirds schon sagen, wenns ihm zu viel wird und mich nicht einfach mit verbundenen Augen von der nächsten Klippe schubsen. Aber davon erzähl ich wenns zu schlimm wird wenn überhaupt Michi was. Bevor ich mich in sowas allerdings zu sehr reinsteigere - mit einem ganz miesen Gefühl ihm auf den Keks gegangen zu sein eingeschlafen - kommt dann, in diesem Fall, eine Mail von ihm, die er mir einfach so geschrieben hat, weil er an mich gedacht hat, ein bisschen vor sich hingeplaudert... mit dem für mich ganz bedeutsamen Satz, dass er grad ganz spaßig aufgedreht wäre und ich wohl ansteckend bin. So. Passt. Damit kann ich leben und glücklich sein und alles.)

Und überhaupt läuft es zur Zeit eigentlich gar nicht so schlecht. Sicherlich, heute mein Sozialkundereferat war ungeschickt wie meine Referate nunmal sind, am Ende wollten die Worte dann meinen Mund so gar nicht mehr in der richtigen Buchstabenreihenfolge verlassen und haben sich kurzerhand zu anderen Worten zusammengefügt, sodass aus Serbien zwischendurch Slowenien wurde und die Oppositionspartei hat nach den ersten drei Buchstaben das Streiken angefangen. Dass ich durch die Amerikanischen Präsidentenvorwahlen auch nicht wirklich durchgestiegen bin hätte man vielleicht ändern können, aber geschafft ist geschafft, wieder ein Referat, das ich weniger halten muss.
Vor den Schulaufgaben, die da wären Deutsch am Donnerstag und Mathe am Freitag hab ich allerdings doch ziemlich Angst. Ich bin nun einmal sehr schlecht vorbereitet. Im Sinne von gar nicht vorbereitet. Im Sinne von Ich habe wirklich keine Ahnung. Bezüglich der Pädagogik/Psychologie- und Englischschulaufgaben muss ich jedenfalls noch einen Tag länger als gedacht, nämlich bis morgen, warten. Erstere kann ich so gar nicht einschätzen und wenn Zweitere eine 3 wird krieg ich einen Wutanfall.

Happy jedenfalls (happy ist ein tolles Wort, es sieht nicht nur niedlich aus (niedlich ist auch ein tolles Wort), es hat auch das Sprachvergnügen eines Hüpfballs: es spricht sich schön beschwingt aus) bin ich gerade doch sehr, weil mein großer Bruder gerade momentan zur Zeit wieder ganz toll umgänglich ist und sich sowohl knuddeln als auch ärgern als auch Bussis geben lässt. Und als ich ihm dann letztens eins auf die Wange gedrückt hab und ihm dann meine eigene hingehalten hab und draufgezeigt hab, hat er mir sogar auch eins gegeben. Dafür hab ich ihn dann gleich nochmal extra geknuddelt.
Dad hat mir zwar vorhin gerade am Telefon beim Verabschieden nicht "Ich hab dich auch lieb" gesagt, aber er hatte die ganze Zeit eine liebe Stimme und hat "Süße" gesagt und gestern war er auch gut gelaunt und überhaupt.

Dad und Sigrid haben mir von einem Flohmarkt, auf dem sie am Samstag waren, eine Lederjacke und nen Schminkkoffer mitgebracht. Die Jacke war etwas, das ich ihr gegenüber mal erwähnt hatte und zweiteres stand auf meinem Weihnachtswunschzettel. Am Freitag war ich mit Brigitte in München Hutshoppen... und jetzt hab ich einen Hut, eine Lederjacke und Stiefel. Arrrrrrrr ^^.
(Und nach den vielen absolut außerplanmäßigen Geschenken fühle ich mich einfach nur... ja, doch - reich beschenkt. Staunend vor Glück, überrascht, überwältigt.
So viel Nettes, so viele Menschen, die an mich denken, mich lieb haben, mir das zeigen und mich das spüren lassen.
Das ist eigentlich zu viel für einen Menschen alleine. Darum laufe ich jetzt breit grinsend durch die Welt und verschenke Glück.)
11.2.08 18:39


Verwirrung loswerden.

9 Punkte in Pädagogik/Psychologie - mit den 2 Punkten in der Schulaufgabe davor macht das dann insgesamt 5,5 Punkte. Das ist eine 4.... wegen der guten mündlichen Noten komm ich jetzt im Zeugnis auf 7 Punkte - er hat mir in der Mitarbeitsnote tatsächlich 13 Punkte gegeben! 13! Dabei waren meine Beiträge in letzter Zeit nicht einmal mehr wirklich produktiv weil ich oft einfach viel zu verquer und verdreht gedacht hab... was man eben auch an den Schulaufgaben gemerkt hat. Mit der 3 jetzt in der Schulaufgabe allerdings muss ich wenigstens nicht mehr in den Probeunterricht, worüber ich WIRKLICH dankbar bin. Sicherlich, er hat mir geholfen, allein dadurch, dass ich mich sehr viel sicherer für die Schulaufgabe gefühlt habe, auch wenn ich viel augenscheinlich immer noch falsch gemacht habe. Aber eine 3 heißt auf dem Bewertungsbogen, dass das, was ich geschrieben habe, größtenteils richtig war. Und, für den Anfang ist das nicht schlecht.
Bis auf die unwesentliche Tatsache - Vorsicht, nicht auf der blutigen Ironie ausrutschen -, dass ich den Stoff ja eigentlich mehr als gut beherrschen müsste, um ein gutes Fachabitur hinzulegen.

Jetzt direkt nach meinen Informationen habe ich einen Schnitt von 2,83333 in Noten ausgedrückt. Für die FOS 13 brauche ich einen Schnitt von 2,8, aber ich denke das geht in Ordnung, den Schnitt muss ich im Ganzjahr zusammen haben.
Aber das heißt auch für mich, dass ich mich in keinem einzigen Fach mehr um auch nur einen Notenpunkt verschlechtern darf. Um keinen Einzigen. Eher müsste ich mich noch verbessern, damit das alles nicht mehr so knapp ist. Und was zum Teufel mache ich, wenn ich am Halbjahr dann mit einem Schnitt von 2,9 dastehe? Dann krieg ich die FOS 13 nicht und müsste mir absolut kurzfristig einen Alternativplan überlegen, tolle Sache, das. Verdammte Scheiße. Angst. Angst vor mir selber. Dass ichs versaue.

Heute wollten Sandra und ich das Projekt anfangen, weiter machen, fertig machen. Aber sie war die ganze Zeit am Jammern, wie doof das alles doch wäre, wie schlecht wir informiert wären von den Lehrern, wer nicht alles Schuld, dass wir das ja unmöglich schaffen können und bla bla bla. Das hab ich heute nicht ausgehalten und ihr vorgeschlagen, dass wir zuhause was zusammenschreiben und dann nochmal weiterschauen. Dieses Negative hab ich schlichtweg einfach nicht ausgehalten.
Und irgendwie hab ich in unserer Gruppe das schlechte Gefühl, dass die Verantwortung für alles mehr oder minder auf mir lastet. Die beiden wursteln so vor sich hin, bringen nichts hin, produzieren nichts, da kommt nichts zustande.
Und ich kenn mich doch eigentlich auch. Wenn ich jetzt nicht irgendwas grundlegend ändere in meinem Verhalten mach ich auch nichts. ...

Umso mehr hat mich dann jetzt gerade irritiert, dass Dennis mich so versucht hat zu motivieren, geschmeichelt hat, gebeten, angestubst, damit ich was mache. Natürlich hat er Recht damit. Aber dass ihm so viel daran liegt? Oh. Allein, weil er das jetzt gesagt hat, muss ich was machen.
Wenn ich heute und morgen viel mache, krieg ich Deutsch am Donnerstag vielleicht halbwegs auf die Reihe und Mathe am Freitag.
(Danach muss ich dann "nur noch" endlich einmal anfangen, die Hausaufgaben zu machen. Endlich Chinesischvokabeln zu lernen. Anzufangen, für Sozialkunde zu lernen. Das Deutschbuch für mein Fachreferat anfangen. .... und schon lass ich mich überrollen.)

...
In der Englischschulaufgabe war ich übrigens Klassenbeste mit 13 Punkten. Neun Fünfer gabs, das heißt, dass mehr als ein Drittel der Klasse eine Fünf hat. Heftig. Meine 1 jedenfalls war keine knappe 1 wie sonst immer, nein, nein, mir hat nur eine Bewertungseinheit bis zu den 14 Punkten gefehlt, 12 Punkte hätte es erst mit 54 BE gegeben, ich hatte 57 BE. Heftig. Dabei war ich mir so schrecklich unsicher, was Englisch anbelangt. Und ich war wirklich mit Abstand die Beste.
Ein Fach, auf das ich bauen kann. Etwas, was ich kann. Zumindest im Schriftlichen, sprechen kann ich nicht. Aber das kann ich nichtmal im Deutschen, von demher... (verflucht hab ich mich im Sozialkundereferat verhaspelt.) Im Aufsatz hatte ich von den je 10 BE für Content, Language und Style... 10/8,5/9. Wie der Lehrer meinte: oberste Grenze. Die 10 voll hatte ich wirklich noch nie. Nie, nie. Hammer. Genial.
Aber mit der Befürchtung, dass das jetzt nur ein Höhenflug ist, der mit Deutsch und Mathe Ende dieser Woche zum Albtraumsturzflug wird, fand ichs fast schon schwer mich drüber zu freuen.
Aber, ja, verdammt, das war jetzt das zweite Mal, dass ich die einzige 1 in einer Englischschulaufgabe hatte (in der 10. schonmal, da war ich sogar besser als Hannah... hehe, das hat sie gar nicht gut aufgefasst gehabt ^^). Da war ich auch schon so sprachlos. Und, wie der Lehrer meinte "das haben Sie auch verdient", von demher... Naja.

... Ich bin wirklich verwirrt. Dass Dennis mir so zugeredet hat. Fürs Lernen. Aber ich glaub, geholfen hats doch. Hat die Angst vorm Anfangen ziemlich heruntergeschraubt. Wenn jemandem so viel daran liegt, dass ich was mach... muss ich einfach.
(Aber mal schauen, ob ich ihm "danke" dafür sag. Sonst macht ers am Ende noch öfters. Und ich weiß ja nicht, ob ich das will. Einerseits ist das ja ganz nett, aber andererseits.... naja.....)

Ach, verdammt.
Dann eben doch Mathe.
12.2.08 22:12


Hab ich eigentlich meinen übermäßigen Schokoladenkonsum schon erwähnt? Seit letzte Woche Mittwoch war das extrem viel Schokolade. Riegel, Toffifee, Doppelkekse, Schokotafeln, Schokotafeln, Schokolade... viel zu viel.
Das ist jetzt bald eine Woche. Und natürlich sieht mans, wo soll das Zeug auch hin? Aber ich komm nach Hause und denk mir nur, dass ich jetzt Schokolade haben will. So. Und das wars dann.

Zusammen mit meiner krankhaft krampfhaft guten Laune und Überdrehtheit ist das durchaus Besorgniserregend.

Ja, ich weiß, dass was nicht stimmt.
Hab nur keine Ahnung, was.
Ich sag Bescheid wenn ich drauf gekommen bin.

Edit:
Ich hab mich jetzt entschieden, dass der Schokokonsum auf die winterlichen Temperaturen zurückzuführen ist. Speckschicht anfressen, Fräulein friert so erbärmlich.
Die Gute Laune ist einfach Gute Laune. Mir doch egal, bäh. -__-
(Die Möglichkeit, dass der Schokokonsum darauf zurückzuführen ist, dass Fräulein große Angst vor der Deutschschulaufgabe und Matheschulaufgabe hat und sich von der Schule generell gerade etwas überfordert fühlt.... und sich deswegen mehr Masse anfrisst, weil sie dann größer und stärker ist, ist natürlich auch gegeben, wird aber - wie gut sichtbar - in Klammern geschrieben.)
12.2.08 22:25


Es ist ganz furchtbar schwer auf die Dauer glücklich zu sein.

Wie war das? Man merkt, wenn sich jemand anstrengt. Wenn sich jemand nicht anstrengt, merkt man das auch.
Und Letzteres wird einfach negativer bewertet.

... Natürlich tu ich nichts. Natürlich. Und Natürlich muss mans in den schriftlichen Arbeiten merken, denjenigen, die wirklich zählen.

Warum scheitere ich so daran, glücklich zu sein? Warum ist das so schwer?
Verwende ich zu viel Energie darauf, meine positive Stimmung zu halten?
Vielleicht wäre es einfacher, wenn ich jene Energie darauf verwenden würde, Ziele zu erreichen, die eine positive Stimmung unterstützen würden...

Anstatt von mir selber zu verlangen dass die Stimmung ein Selbstläufer ist, der genug Kraft und Leben hat, sich selber zu tragen, zu überleben, bestehen zu bleiben.

Ich hab mir zu viel vorgenommen. Alle Energie darauf zu verwenden, nur ja immer gut gelaunt zu sein....

Und ich weiß einfach nicht mehr, wie ich diese Energie wieder abziehe und in tatsächliche Taten stecke.

... Dabei dann jedenfalls noch zusätzlich der Kraftaufwand auch nur ja niemanden sehen zu lassen, dass es mir vielleicht nicht ganz so gut geht wie ich tu, weil das schon wieder negativ wäre...

Wie hab ichs nur geschafft mich so zu verrennen?
13.2.08 22:03


Ich denk nicht dass ichs hinbekomme. Hinbekommen werde.
Ich möchte ... etwas haben, für das ich gearbeitet habe, und auf das ich stolz bin.

Ich möchte besser in der Schule sein, damit ich nicht am Ende des Schuljahres mit einem 2,9er Schnitt dastehe und nicht in die 13. komme, obwohl ich doch nur einen Schnitt von 2,8 gebraucht hätte. Ich möchte dann nicht da stehen und ... versteinert sein, weil ich es nicht geschafft habe. Weil ich zu schwach war. Zu schwach, mich auf die Reihe zu kriegen.

Dabei will ich so viel. Ich will Chinesisch lernen, dafür müsste ich aber allerdingenst Vokabeln lernen. Ich will wieder Französisch lernen - Volkshochschulkurs? In den Sommerferien 1 1/2 Monate sowas wie Aupairmädchen? Geht sowas überhaupt? Bin ich dafür nicht viel zu spät dran?
Ich möchte Mathe verstehen aber bin heute nicht zu meinem Bruder gegangen um es mir erklären zu lassen. Jetzt hab ich nur noch Donnerstagnachmittag um es zu verstehen. Morgen Deutschschulaufgabe und ich verlasse mich auf mein Glück.

Was, wenn ich den Schnitt nicht auf die Reihe kriege? Was mach ich dann?

Ich muss mich noch um das Projekt kümmern! Aber wenn Sandra dann wieder zu Jammern anfängt fühl ich mich wie eine von einem Vampir ausgesaugte Leiche: ohne einen Tropfen Blut.
Als ich heute von der Schule nach Hause gekommen bin, war ich einfach nur noch am Zittern und jetzt geht das schon wieder los.

(Ich will hier kein Gejammer über mein Gejammer hören, verstanden? Wenn ich niemanden damit belasten will und nicht um Hilfe betteln will, die ich nicht nötig haben sollte, weil ich für mein Leben und alle Handlungen selber verantwortlich bin, dann muss ich das irgendwo loswerden. Hier.)

... Einfach weitermachen. Schlimmstenfalls Deutsch und Mathe jetzt versemmeln. Danach muss dann zusammengerissen werden.
Das Auf-die-Nase-fallen-müssen hätte ich letztes Jahr erledigen sollen.
Schlechtes Timing.

Wille fehlt. Motivation fehlt. Überforderung. Falscher Weg. Falsche Herangehensweise.
Ich steh auf dem Schlauch. Und krieg auch gar nichs in meinen Kopf hinein.

Morgen um 8 Uhr 10 Schulaufgabe. Deutsch. Das heißt, dass ich früher aufstehen muss, weil ich sonst noch total fertig in der Schule ankomme und noch nichtmal wach bin.
So müde. ... Jaa, Fräulein ist nur ein ganz klein bisschen fertig.
13.2.08 22:41


Vielleicht wär das, was jetzt gar nicht so schlecht wäre, wenn...

Jemand mich an den Schultern packt und solange mit dem Kopf gegen den Tisch oder die Wand haut oder einfach nur Schüttelt bis alles schön durcheinandergepurzelt ist. Rohe Gewalt. Und dann bitte ins Gesicht schreien, dass ich mich doch jetzt endlich einmal wieder fangen soll und mein Leben auf dir Reihe kriege.

Fang dich wieder, Mädel.

Fight.

... Das wäre dann etwas, was ich selber machen sollte. Mich wieder fangen. "Sich selber fangen" schließt im Normalfall nur die eigene Person mit ein. Also nicht auf Energie von außen warten, sondern jene selber ausbuddeln.

Wargh. Zusammenreißen, zusammenreißen, Zusammenreißenzusammenreißenzusammenreißen.
Krieg. dich. wieder. ein.
Krieg. dich. einfach. wieder. ein.

Hör auf, blind durch den Freizeitnebel zu tappen. Irgendwann wirst du gegen eine Wand laufen oder mit den Füßen ganz böse hängen bleiben.

...
Deutsch durchlesen gehen. Noch 10 Minuten, dann noch 10 Minuten Chinesischvokabeln und dann ins Bett.

Ich versuchs jetzt einfach. Anzufangen. ...

...
Reiß dich einfach zusammen.
13.2.08 22:55


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung