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"Mum, der Anrufbeantwort blinkt. Da sind noch Nachrichten drauf" - und dann Dads Stimme und irgendwas von einer Telefonrechnung und ein ernster, müder Tonfall. Das hat mich sehr erschreckt und mir sind gleich erstmal die Szenarien durch den Kopf geschossen, die eigentlich gut für mich sein sollten, die mich aber mehr verstört haben, als irgendwas anderes. Die Möglichkeit, dass es wahr sein könnte, dass er auszieht... Nein.
Nachdem ich sie am Abend nochmal darauf angesprochen habe, meinte sie, das waren nur geschäftliche Dinge.

Er ist nicht oft da. Aber allein die Tatsache, dass mich so etwas wie eine Telefonrechnung von irgendwo anders so erschrecken könnte... ich bin wohl wirklich ständig vorsichtig und erwarte, dass mir in den Rücken gefallen wird.
So sehr ich mir auch manchmal gewünscht habe, dass sie sich endlich trennen und die Situation klar ist... ich will das nicht.
Aber erwarten tue ich es, schließlich ist es das Wahrscheinlichste.

Jeder, mit dem ich über unsere Situation als Familie rede, verflucht meine Eltern und drängt mich dazu, sie zu ... verabscheuen oder so etwas. Ich sollte sie dazu bringen, sich zu trennen. Ich sollte nicht so sehr versuchen, das alles zu reparieren. Ich sollte nicht alles alleine schaffen wollen.
Aber keiner bietet mir die Möglichkeit an, mich ein wenig anzulehnen. Keiner will meine Gefühle verstehen und wie wichtig mir das ist. Keiner will das Gute in meinem Vater sehen, die Schwäche meiner Mutter, ihre Leben anerkennen, als Einzelpersonen... das Offensichtliche, die Trennung wäre das Beste. Dass das nicht möglich ist... und dass ich offensichtlich so eine Heidenangst davor habe, ist scheinbar unverständlich.
Aber gerade weil ich mir so viel aufbürde, warum lassen mich eigentlich alle alleine stehen und drängen mich zusätztlich noch? Noch mehr Steine im Weg, wo ich gerne eine Hand hätte.
I guess that's too much to ask for.

Das, was mich mit Dad verbindet ist wahrscheinlich schwer zu verstehen, solange man nicht gewillt ist, ihn als Person mit Charakter zu sehen. Dass er mir jetzt entgegen kommt und die letzten Tage wirklich oft mit mir telefoniert... und dass er gestern so gelacht hat - das bedeutet mir mehr als fair ist.
Und gleichzeitig komme ich mir vor, als müsste mir jeden Moment jemand in den Rücken fallen. Das ist schließlich alles zu gut um wahr zu sein. Wo ist der Haken? Der Haken kommt bestimmt, wenns ihm mal wieder nicht so gut geht. Dann stehe ich wieder vor verschlossener Tür und hämmere mit Tränen im Gesicht dagegen. Natürlich nur gedanklich.
Aber... es ist besser geworden, die letzte Zeit, die letzten Monate, das letzte Jahr, die letzten Jahre? Wahrscheinlich erwarte ich zu viel von allen, zu viel auf einmal und zu viel zu schnell. Dabei wird es wirklich besser... ein winziges Bisschen nach dem anderen. Aber die wenigen bunten Flecken im grauen Gesamtbild geben noch keine Sicherheit. Aber sie sind da.
1.3.07 21:57


Ich habe verdient, dass ich glücklich bin.
Und alle, die mir etwas bedeuten, mit mir.


Das ist etwas, worauf ich bestehe. Mit trotzigem Gesichtsausdruck und einem festen Standpunkt.
Das ist der Grund, warum ich mich nicht unterkriegen lasse. Von gar nichts.
Ich habe ein Recht darauf.
Und ein ganzes Leben lang Zeit, von diesem Recht Gebrauch zu machen.
Wieder und wieder.
1.3.07 22:02


Hab gerade mal wieder in meinen ersten paar Einträgen geschmökert... ich mag das Mädchen, das ich damals war und das, das ich heute bin. Und die Gedankengänge und Themen haben sich nicht wirklich verändert. Ich denke, finde, fühle heute immer noch so. Vor zwei Jahren hab ich zwar geschrieben, dass ich optimistisch bin, aber heute hab ich das Gefühl, dass das noch viel mehr stimmt als damals. Vielleicht ist das jetzt bewusster oder überzeugter oder sowas.
Toll ^__^.
4.3.07 17:14


Ich hab noch nie ein schlechtes Gewissen gehabt, die Mails zu lesen, die zwischen Mum und Dad hin und her gehen. Wenn mir nichts erzählt wird, dann hole ich mir meine Informationen eben anderweitig. Ob ich das Recht dazu habe... das ist mir relativ egal, denke ich.

"Insoweit ist also die Frage nicht wirklich geklärt, wie wir in Zukunft weitermachen werden. Ich denke das das eine klare Entscheidung und dann auch reale Taten braucht, von uns Beiden.
[...]
Ich habe mich am Wochenende mit He.le.na gut unterhalten, ich denke, dass es an der einen oder anderen Stelle wieder ein klein wenig leichter geworden ist.

Was wir beide über die Jahre wohl wirklich ziemlich gut hinbekommen haben ist wohl uns an der Stelle einzumauern, ganz egal ob Du es als Kokon oder ich als Mauer bezeichne.

He.le.na hat wohl doch sehr viel mehr mitbekommen, als ich vermutet habe. Sicher, ich hatte mich ja immer wieder einmal mit ihr darüber unterhalten, auf der anderen Seite wünsche und hoffe ich für sie, dass sie es an der Stelle besser macht."

Mail von Dad an Mum. Vom... 23.2.

Immerhin haben diese Mails in all den Jahren noch nie zu etwas geführt. Vielleicht wird das in Zukunft besser... Aber es wurden auch schon in der Vergangenheit Möglichkeiten einer eigenen Wohnung, die Regelung des Geldes, ... besprochen, sogar mit uns gabs zwei, drei Gespräche in denen sie klar gemacht haben, dass sie sich scheiden lassen, aber das wurde dann alles wieder unter den Tisch fallen gelassen und ist da zu Staub zerfallen.
Eine Trennung würde mir Angst machen, ja. Aber wenn sie das zivilisiert hinbekommen würden, wäre das wahrscheinlich wirklich gut.

... Und um das auch nochmal rausgelassen zu haben: Warum zum Teufel haben die beiden die letzten zwei (?) Nächte, in denen er Zuhause war (wann war das denn, letztes Wochenende? Oder so? Montag? Dienstag?) im selben Bett geschlafen? Können sie sich nicht wenigstens endlich einmal darauf einigen, dass er endgültig woanders schläft, oder sich im Keller ein Bett hinstellt?
Ist das denn zuviel verlangt, wenigstens einigermaßen klare Linien zu ziehen? Ich wäre ja schon mit Schnörkeln zufrieden...

Trotzdem: Diese Mails lassen (mal wieder) hoffen. Wenn der Ton so bleibt, dann ist das in Ordnung. Zoffen können sie sich von mir aus auch, solange das nicht so zerstörerisch ist, wie es schon manchmal war. Hmpf.

Resultate? Please?
4.3.07 23:18


Sowas. Und dabei war ich früher immer so stolz darauf, nie krank zu sein. Kann man sowas überhaupt mit Dauerkopfschmerzen behaupten? Egal.
Auf jeden Fall ziemlich erkältet und so richtig platt.
5.3.07 22:08


Heute merklich neben der Spur gewesen... und gar nicht mehr aufgehört zu Niesen und zu Schniefen. Richtige Krankheitskopfschmerzen und auch merklich neben der Spur gewesen... (Was ist denn schlimmes daran, wenn ein Kind mit der Riesenschere rumfuchtelt? Soll es doch. ... Äh, hups?)

Gestern und heute nachmittags jeweils drei Stunden im Bett verbracht, weil total kaputt gewesen... und dabei hab ich soo viel zu tun!! (Und mit diesen Kopfschmerzen bring ich gar nichts auf die Reihe - Kopf auf, Watte raus, Kopf zu, Denken!)
Da wären:
- Praktikumsbericht!! Spätestens am Mittwoch schreiben.
- Mathe lernen! Ab Donnerstag.
- Chemie lernen.
- Aufräumen und Staubsaugen

Das Wichtige. Dann muss ich mich noch mit Mic.hi absprechen und vorher noch bei Fahrschulen erkundigen... und dann da anmelden ^^.

Wie wärs mal mit wieder gesund sein? Pretty please? Ich will doch meinen Bericht schreiben und Lernen - ich will doch im nächsten Block gute Noten in Mathe und Chemie schreiben und überhaupt besser werden in der Schule! Please?
6.3.07 20:36


Ich lese die Bücher von Suzan Elizabeth Phillips so gerne... weil sie mir das Gefühl vermitteln, dass es egal ist, was ich mache und was ich werde, weil alles Möglich, alles Machbar und alles Gut sein wird.
(Schön schön schönschönschönschönschönschön... Ach du je, bin ich heute sentimental.)


Jetzt.
Muss ich noch meinen Praktikumsbericht schreiben.
Nachdem ich es den ganzen Tag vor mir hergeschoben hab.

Und im Praktikum will ich nie fehlen. Und immer so lange da sein, wie sie mich brauchen. Und am Liebsten noch alle Sachen machen, die ich machen kann. Und viel länger da bleiben, als zu den Zeiten, wo sie sagen, dass ich gehen kann, obwohl ich für meine vollen 7 Stunden noch eine halbe Stunde bleiben müsste (ich schreib mir trotzdem 7 Stunden rein). Ich will keine Fehler machen. Ich will von den Kindern gemocht werden. Ich will sämtliche Vorraussetzungen und Erwartungen erfüllen und alles Besser als Sehr Gut machen.
Besser, Mehr, Toller.

Bin ich eigentlich bescheuert?

Ich will so gemocht werden wie ich bin.
Ich werde so gemocht wie ich bin.

Jeder, der mich nicht so mag, wie ich bin, der soll den Mund halten und sich sonstwohin verziehen.
Dann benehm ich mich vielleicht doof, sag blöde Sachen, tu blöde Sachen, denk blöde Sachen. Würde mir hinterher am Liebsten den Kopf gegen die Wand schlagen aufgrund meiner Dummheit.

Und ich muss mir auch gar nicht sämtlicher Gefühle und Hintergründe meiner Handlungen bewusst sein. Ich muss mich nicht sämtlichen Facetten, Ecken, Kanten, Windungen und Gassen meines Ichs stellen, ich muss das nicht alles wissen, ich muss ... ich muss nicht versuchen, meine Unperfektheit durch vollkommene geistige/s Kontrolle/Verständnis wett zu machen.
Man.
Scheiße.
Warum mach ich mir das eigentlich so schwer und akzeptiere meine Schrullen nicht einfach?
8.3.07 22:28


Bis(s) zur Mittagsstunde: 557 Seiten
Heute durchgelesen, ungefähr von 11 - 18 Uhr. Mit Essenspause.

Das wären... 1,3 Seiten pro Minute.
(Allerdings hat das Buch etwa 6 Seiten, auf denen nur die Monate)


Kopfschmerzen.
10.3.07 18:08


Libellensommer.
Tolles Buch.

Das macht dann heute zwei Bücher, die irgendwie einen Platz im eigenen Bücherregel verdient hätten...

Und Und täglich grüßt das Murmeltier ist ein toller Film.

Soviel zu meinem Tag... hab ich noch was vergessen?
Erdbeeren.
Rot.
Haufen davon...

Und mit Dad versteh ich mich viel besser als mit Mum.

Zufrieden.
Wirklich zufrieden.
Trotz Kopfschmerzen.

Ich könnte ja eigentlich ab jetzt zu Fuß zur Schule laufen.
10.3.07 22:33


Das mag ich an diesen Filmen: die Charaktere sind schrullig, schräg, verrückt, seltsam... und sie versuchen nicht das zu ändern. Und selbst wenn sie es versuchen: sie kommen doch wieder zu ihrem eigentlichen Selbst zurück.
Und: Sie werden so geliebt und gemocht wie sie sind. (Auch wenn das selbstverständlich am Anfang schwer fällt)

Was heißt das im Klartext?
Kopf rauf, Schultern zurück, uuuund: Hau rein. Ohne Zweifel daran, ob es richtig ist. Das ist es.


("Tatsächlich... Liebe" ist ganz toll wunderbar happyendig ^__^)
11.3.07 21:12


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