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Überraschungsbesuch der so lange geblieben ist, bis es dunkel wurde. Sie hat kein Licht am Fahrrad. Was heißt, dass sie wohl bis morgen bleiben wird. Ob ich so begeistert darüber bin oder nicht steht nicht zur Debatte, ich kann nicht so unhöflich/unfreundlich sein um zu sagen dass ich das eigentlich nicht will, zumal ich sie ja eigentlich halbwegs gerne mag. Aber eigentlich will ich sie nicht hier über Nacht haben.
Aber jetzt ist sie da und jetzt bleibt sie eben bis morgen und unterhält sich gerade mit meiner Mutter.

... Die Buchstaben lassen sich heute zu leicht tippen, Worte formen sich schneller als ich das eigentlich will. Und werden wieder gelöscht, weil es unwichtige, sinnlose Worte waren, die nur dazu dienten den Schreibdrang in meinen Fingern zu befriedigen. Ich glaub ich schreib jetzt einfach einen Brief. Dabei sind meine Finger nicht zu schnell für meine Gedanken und ich kann mithalten.
2.9.06 23:05


Und wenn ich mich grad leer fühl, dann geh ich an die Geschichtenbäume und pflücke mir einen bunten Korb voll Früchte zusammen. Damit es bunt und nicht leer aussieht. Weil ich mich dann bunt leer fühle und weil das kleine Mädchen sagt, dass buntes nicht unnütz und unwichtig und leer sein kann. Es ist ja schließlich bunt.
Ach. Ich könnte jetzt anfangen darüber nachzudenken, woher dieser Zustand jetzt wieder kommt. Und würde ich mir die Zeit nehmen, würde es auch gar nicht lange dauern bis ich weiß warum und bis es wieder aufhört. Aber ich hab grad das Gefühl, diese Überlegungen würden mich einfach mit einem Haps verschlingen. Für sowas fühl ich mich gerade zu schwach. Angst davor. Will nicht verschlungen werden. Will nicht denken, will nicht, will nicht. Will niemanden im Wohnzimmer haben, mit dem ich mich nachher wieder freundlich unterhalten muss und das morgen nach dem Aufwachen immernoch da ist.
Heute will ich nicht freundlich und lieb und nett sein.

Ach, wie auch immer. Wenn sie jetzt nicht da wäre, würde ich jetzt vielleicht gedanklich oder auch wirklich durchs Zimmer tanzen. Nicht weil ich mich gut fühl, sondern einfach weil ich gerade will.

Lass uns das Geschreibsel hier vergessen. Ich will es aber auch nicht löschen, weil es etwas ausdrückt was ich eigentlich nicht ausgedrückt habe. Nicht ernstzunehmen, ehrlich.
2.9.06 23:46


Ich fühl mich grade einfach widerlich. Widerliches Verhalten. Schlecht. Ekelhaft. Ein schlechter, böser Mensch.
Aber wenn ich ekelhaft zu ihr werden muss damit sie geht, okay. Dann sage ich jetzt ein paar ein bisschen hässliche Sachen und dann lässt sie mich bitte in Ruhe.
Seufz nicht Mum, das hier war "mein" "Gast" und wenn ich sie nicht hier haben will, dann ist das so und dann habe ich das Recht dazu. Wenn mir die Leute auf den Keks gehen, die du da hast sag ich ja gar nichts, aber bei den Leuten, die wegen mir hier waren tue ich das.
Wenn ich böse werden muss weil sie die Andeutungen zum Gehen nicht versteht, okay. Also hab ich den Satz eben pur gesagt. Dass sie jetzt gehen darf. Wenn sie es anders nicht versteht.
Das macht mich nicht zu einem schlechten Menschen. Aber mies fühl ich mich trotzdem. Dabei ist das doch eigentlich ganz normal.

Aber weil ich sonst immer dauerfreundlich und gut gelaunt bin kommt es mir wie ein Kapitalverbrechen vor, wenn ich jemanden aus dem Haus komplimentiere.
Eben unfreundlich bin. Unfreundlich.

... Ganz viele Worte. Immer mehr und mehr. Und jetzt hab ich schon einen ganzen Haufen an Worten, mit denen ich mich nicht wohl fühle. Aber schreiben tue ich doch.

Egal, egal.
3.9.06 16:32


Und kaum macht der Sommer erste Anstalten sich zurückzuziehen, wird das Mädchen wieder deprimiert.
Toll.
Das heißt wohl aufpassen dass ich jetzt hier nicht auf Dauer in meinen Launen versumpfe.
3.9.06 16:37


Untertauchen, ertrinken, einatmen des Wörtermeeres. Es umhüllt mich wie Wasser, bis die Realität wie ein Windstoß kommt und alle Feuchtigkeit mit sich hinfortnimmt und mich trocken und irgendwie fassungslos zurücklässt.
3.9.06 17:46


Mir selbst auf die Füße oder in den Hintern treten, damit ich nicht anfange andere Leute pausenlos um Bestätigung anzubetteln und nur das Schlechteste von mir zu behaupten um das Gegenteil zu hören. Bah. Das Problem ist nur dass ich dann überhaupt nicht weiß was ich sagen soll, weil es entweder das ist oder irgendein total wirrer Blödsinn bei dem man sofort merkt dass irgendwas nicht stimmt.
Aber der Wille ist da der mich davon abhält ernsthafte Anstalten zu machen, mich einzusumpfen. Da heißt es klipp und klar dass es das nicht geben wird, also wird es das auch nicht.
4.9.06 00:31


Wie seltsam, dass ich in letzter Zeit sehr über die gesprochenen Worte stolpere und dann überrascht bin dass sie nach viel weniger klingen als eigentlich gedacht war.
Schreiben, ja. Aber vor Menschen bin ich was das Sprechen anbelangt noch immer so oft so furchtbar ungeschickt. Zwar poche ich auf meine Selbstständigkeit, aber in solchen Momenten hoffe ich dann immer, dass man mich einfach nur für das kleine Mädchen hält, als das ich mir durch andere immer vorkomme, und nachsichtig darüber hinweg sehen wird.

Ich sage, dass meine Freundschaften so sind, dass ich sie so akzeptiere, sie so lasse wie sie sind und damit vollkommen zufrieden bin. Dasselbe Gefühl bekomme ich zurück. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich auch akzeptiere.

Ich glaube an ein Happy End. An das Glück-Sein und Noch-Glücklicher-Werden. Und wenn dazu ab und an das Ein-Bisschen-Unglücklich-Sein gehört oder es manchmal nur wie ein Erstmal-Überhaupt-Glücklich-Werden aussieht... ich hab nicht vor mich von diesem Grundoptimismus abbringen zu lassen. Da besteht das Vertrauen, dass es auf jeden Fall gut wird.

Wenn ein einziger Tag eine derart große Bedeutung haben würde, gäbe es nicht so viele davon. Was von den einzelnen Tagen bleibt, ist eine langezogene Erinnerung bei der sich viel wie sehr wenig anfühlt. Ich finde es gibt keine Berechtigung dazu die Hoffnung aufzugeben.
Von Hoffnung habe ich denke ich genug um jemandem etwas davon abzugeben wenn er sie braucht.
6.9.06 01:58


Als der Film dann zuende war, hab ich an den Schal gefasst den wir heute gekauft haben und hatte plötzlich Angst dass der heutige Tag morgen nicht mehr passiert sein wird.
Ich mag mein Leben. Jeden einzelnen Tag davon.
Und täglich grüßt das Murmeltier

Wenn ich mit Menschen spreche... lasse ich mir nicht die Zeit den Satz fertig zu sprechen, sondern denke gleich weiter, damit alles... schneller... geht. Aber genau so wirkt das dann auch. Als hätte ich keine Zeit, als wäre mir das, was ich sage, nicht wichtig genug.

Achja: Der Mond ist golden und rund. Unglaublich wertvoll.
8.9.06 20:38


Wie nett, da krieg ich die Ausrede/Erlaubnis zum Schlechtgelaunt-Sein fertig auf dem Teller serviert. "Alles was Sie tun müssen, ist zugreifen!" Spaßig.
Gefällt mir überhaupt nicht. Nein, ich bin nicht so drauf, weil ich so Bammel hab vor morgen. Wenn ich dermaßen Angst hätte, dann wäre das überhaupt gar nicht gut. Dass es mir jetzt nicht gut geht liegt nicht daran. (Es sei denn das ist wieder ne ganz miese Unterbewusstseins-Schiene, die (unterbewussten?) Stress körperlich raushängen lässt. Woran ich nicht glauben will. Bäh.)
Dann hat mir halt heute nur das viele viele Rumlaufen nicht ganz so gut getan, geh ich halt heute früh ins Bett. Und morgen werd ich dann ganz selbstbewusst und absolut unerschütterlich in mein neues Schulhaus stapfen, auf der Liste kurz nachsehen ob jemand in meiner Klasse ist den ich kenne und dann das Klassenzimmer suchen. Da setz ich mich dann ganz einfach an irgendeinen Tisch und fange dann an zu hoffen dass alles irgendwie gut wird.
Bis zu dem Teil mit dem Tisch dürfte es so klappen. Ab da fängts an ins Blaue hinein zu gehen. Dumm auch, dass Menschen so unvorhersehbar sind.

Ich mein, dass ich Angst hab ist ja sowieso klar. Ich geb das ja auch ganz offen zu.
Aber ich werds nicht irgendwie verbauen oder so. Das wird schon werden. (Dass es allen anderen genauso geht wie mir, wie mir von verschiedenen Seiten zur Beruhigung gesagt wurde, find ich irgendwie auch nicht hilfreich.)

Ich hasse sowas.
Das sind immer genau die Momente, in denen ich mir ausgesprochen dumm, hässlich und total bescheuert und lächerlich vorkomme. Minderwertigkeitskomplex lässt grüßen?
Meine Hoffnung ist ja, dass das morgen alles ganz gut wird und ich dann nie wieder so viel Bammel hab.
10.9.06 21:19


Das wird schon passen. Es ist okay, okay, okay, okay, okay, okay.

So langsam fängt die Angst an sich in meine Eingeweide zu bohren. Uuuh, man spürt das Unbehagen sogar körperlich. Ach wie nett.

Wie wärs, wenns jetzt einfach nicht morgen wird?
...
Wie wärs, wenn ich morgen einfach aufwache und dann einfach zur Schule gehe. So ganz normal. Wie war das? "Wenn du neu an eine Schule kommst, dann schieb den ersten Schultag einfach im Kalender einen Monat nach hinten. Wenn er dann da ist, dann ist er überhaupt nicht mehr interessant."
Hätte nicht gedacht, dass ich damit doch noch mal etwas anfangen könnte. (dem Sinn nach zitiert aus der Fearless-Reihe von Francine Pascal)

Ich glaub, das war jetzt genau das, was ich gebraucht hab. Damit ist es jetzt in Ordnung, egal was noch passiert.
10.9.06 22:07


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