Startseite
  Archiv
  Sie
  Bücher
  Worte
  Limmericks
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
    roblog
    - mehr Freunde



http://myblog.de/traeumerchen

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Faszinierend, wie oft ich Sachen in meinem eigenen Zimmer "verliere". Naja, eigentlich verliere ich sie nur, weil ich mir ständig eingeredet habe, ich würde dauernd Sachen verlieren und verlegen (und dabei von meinem Umfeld seeehr bestärkt wurde). Dabei bin ich gar nicht (mehr?) so unordentlich und wenn mir nicht immer klar wäre, dass ich es sowieso nicht finde, dann würde ich es auch finden. Da bin ich mir ganz sicher. Hätte ich nur ein wenig überlegt und wäre ich nicht so versessen darauf gewesen, dass ich es ja sowieso nicht finden kann, dann wäre es ganz leicht gewesen und ich hätte einfach unter dem Buch (wo sollte mein Geldbeutel auch sonst sein? Unter einem Buch. Ist ja logisch...) nachgesehen. Aber statt dessen bin ich Treppe rauf, Treppe runter gerannt und hab nur auf die leise Stimme gehört, die mir gesagt hat, ich hätte ihn IM Haus verloren. Was sie danach sagen wollte, habe ich nicht beachtet. Argh.

Äh, aber naja. Nachdem ich ja nun meinen Geldbeutel und den sich darin befindenden Reisebericht habe, ... und alles andere, was sich zwischen dem Reisebericht versteckt hat.

Ich will nicht, dass sich jemand Sorgen um mich macht. Dazu hat keiner das Recht und ganz sicher nicht meine Erlaubnis. Und ich werde es niemandem danken. Wenn ich jemandem gestatte, sich Sorgen um mich zu machen, dann werde ich mich nur irgendwann beschützt oder so etwas fühlen. Aber ich weiß doch genau, dass niemand da sein wird, wenn ich dann "beschützt" werden müsste. Ich werde, wie die Male davor, alleine sein, wenn es darauf ankommt. Und ich werde damit klar kommen. Aber nicht, wenn ich jetzt anfange mich auf andere zu verlassen.
Vor allem, wo ich doch meine Stärke für die neue Klasse im September wieder so dringend wie schon lange nicht mehr brauchen werde. Und stark bin ich. Dessen bin ich mir inzwischen sicher.

Ich habe keine beste Freundin, schon lange nicht mehr. Ich hatte mal eine, bis ich ... 11? 12? war und das dann auseinander gegangen ist. Wahrscheinlich müsste... sollte... ich Anni als beste Freundin zählen, als ich 14 war. Aber hier bin ich mir noch unsicherer, weil das Auseinandergehen der Freundschaft einen noch längeren Zeitraum beinhielt, als mit Anni. Wobei... da bin ich mir auch nicht sicher. Es hat bei beiden ungefähr ein Jahr gedauert, bis mir absolut klar war, dass es jetzt vorbei ist. Auch wenn das nur auf mich zugetroffen hat, und nicht auf die Andere. Ich habe beiden Schmerzen bereitet. Warum eigentlich hat es mich bei Anna so geschockt, als ich erfahren habe, dass sie lange danach noch geweint hat? Warum bin ich Menschen mehr wert als sie mir.
Aber M.ic.hi hat ja schon eine beste Freundin. Auch wenn sie für mich die Einzige ist, mit der ich in meiner Freizeit öfter als alle drei Monate etwas mache (bei M.ic.hi bin ich im Durchschnitt fast öfter als einmal die Woche), sie hat bereits jemanden, der von ihr als beste Freundin spricht und von der sie das auch tut. Macht mich das eifersüchtig? Es sind zwei Worte und mein Gefühl sagt mir ja trotzdem, dass Michi meine Freundin ist, auch wenn dieser Platz bei ihr schon belegt ist. Womöglich ist das mit ein Grund dafür, dass ich auch (oder vor allem) ihr nicht erlaube sich Sorgen um mich zu machen. Das würde sie zu wichtig für mich machen.
1.8.06 23:17


Aspekte der Abschlussfahrt, ob positiv oder negativ sei dahin gestellt:

- das Meer gesehen
- festgestellt, das Salzwasser fies in den Augen brennt
- festgestellt, dass Segelboot fahren toll war, auch wenn Segelfliegen nichts für mich war, auch wenn das Eine mit dem Anderen gar nichts zu tun hat.
- festgestellt, dass die Abneigung gegen Sand (am Meer) nicht so groß ist wie die Abneigung gegen Sand (im Sandkasten)
- seit Jahren mal wieder Eis probiert und fest gestellt, dass es inzwischen super lecker schmeckt.
- Scheu ein weiteres Stückchen abgelegt, Menschen zu umarmen (daheim noch meine Mathelehrerin, in Italien dann die Kellnerin) und gedacht, dass jeder, den ich bisher umarmt habe, sich dann darüber gefreut hat. Lohnt sich. Merken.
- Sahneekel wird langsam abgebaut. Vanillepudding (in Windbeutel) probiert, aber trotzdem weiterhin skeptisch
- ich brauche ein Warnschild "Vorsicht, nicht in der Nacht ansprechen, oder nicht beachten, falls es spricht", weil ich tatsächlich aufgestanden bin und mit den Mädels aus meinem Zimmer die gekommen sind, nachdem ich geschlafen habe, geredet habe, obwohl ich geschlafen habe.
- gerade gemerkt, dass ich in erstaunlich kunstvollen Ganz-Viele-Kommas-Sätzen rede.
- ich will Makronen essen. Erstaunlich, wie einem das Wasser im Mund zusammen laufen kann, wenn in einem Buch Essen beschrieben wird.
- angewöhnen, nur noch "einem" und nicht "dir" zu sagen, weil sich die Leute sonst immer zu angesprochen fühlen, oder es mir so vorkommt, als würde ich die Leute ansprechen, obwohl ich gar nicht sie speziell gemeint habe, obwohl sie sich gar nicht angesprochen gefühlt haben.
- jeden Morgen Semmel mit Nutella gegessen. Vorher noch nie gemacht. Muss daheim aber nicht wiederholt werden. Ich bleibe (vorerst) bei Camembert und Tomaten.
- seit längerem mal wieder wegen der Sonne und dem Stirnrunzeln und Augen zusammen kneifen Kopfschmerzen bekommen und mich wieder erinnert, warum ich immer fürs Rad fahren eine Sonnenbrille haben wollte.
- ich muss nicht mit den anderen mitgehen und fühle mich trotzdem nicht ausgegrenzt. Allein sein und Allein fühlen ist eben doch etwas unterschiedliches. Auch wenn es für Außenstehende schwer zu unterscheiden ist, was man jetzt ist.
- wieder daran erinnert, wie sehr ich alte Städte (und vor allem Burgen!) mag. Müssen unbedingt mehr besucht werden.
- wenn ich das nächste Mal (alleine oder ohne Bekannte) in einer Kirche bin und da so ein Buch zum Reinschreiben rumliegt, dann schreibe ich da rein, was ich jetzt nur in Gedanken in der Kirche wieder und wieder formuliert habe, mich aber nicht getraut habe reinzuschreiben.
- zweimal bei M.ic.hi zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, um sie zu trösten. Sowas kann ich.
- Crêpes sind lecker, hauen mich aber nicht um.
1.8.06 23:32


Wenn mich jemand um Hilfe bittet, sage ich immer, was ich an ihrer/seiner Stelle tun würde. Aber ich wäre ja (wahrscheinlich) nicht in so eine Situation gekommen. Natürlich hilft dem/derjenigen dann das, was ich sage, nicht weiter weil ich eben nicht sie/er bin.
Wenn ich also ehrlich helfen will, müsste ich versuchen, mich in die Lage der Person zu versetzen. Aber oft will ich das ja gar nicht, weil ich die Situation viel zu "unhineinversetzbar" für mich persönlich finde.
Wie war das? "Wenn ich du wäre, wäre ich lieber ich." Timon, König der Löwen.
1.8.06 23:35


Ich stelle fest, dass ich ein recht sicherers Händchen für gute Bücher entwickelt habe. Oder vielleicht vergesse ich die "schlechten" Bücher auch einfach wieder. Es gibt Bücher, die lese ich zu Ende obwohl sie mir nicht besonders gefallen. Dann denke ich mir, dass ich Potential in ihnen sehe, das der Autor nur nicht fähig war umzusetzen.

Ich habe gerade einen Grashalm in dem Buch das ich gerade lese gefunden und habe mich gefragt, ob er da wohl absichtlich drin liegen gelassen wurde oder ob es ein Versehen war. Ich erinnere mich, auch schon etwas in einem Buch liegen gelassen zu haben - absichtlich - aber ich weiß nicht mehr, was es war.
Ich werde den Grashalm liegen lassen.
Einfach, weil er mir gerade ganz wunderbar bedeutungsvoll vorkommt. Und einfach, weil ich so etwas auch schon getan habe.
3.8.06 01:27


Ach du je. Warum verwirren mich bestimmte Kommentare nur immer so. Das ist wohl mitunter auch ein Grund dafür, dass ich eher selten Kommentare schreibe. Aber wenn ich dann mal wieder Lust habe und einfach drauf los tippe, dann falle ich garantiert auf die Nase. Irgendwo stolpere ich dann drüber und lasse mich sofort einschüchtern sodass ich die nächsten zwei Wochen keinen Kommentar mehr nirgendwo schreiben kann, ohne über jedes einzelne Wort nachzudenken und mir zu überlegen, was für Folgen das wohl nun haben wird. Vielleicht sollte ich manche Arten von Unbekümmertheit und Fröhlichkeit einfach nicht im Internet ausleben.
Aber es ist ja nicht so, als würde ich nicht genauso eingeschüchtert reagieren und sofort innerlich zwei große Schritte zurücktreten, wenn jemand, der vor mir steht, "gereizt" reagiert und unfreundlich ist. Dann hab ich das Gefühl als würde alles Fröhliche aus mir herausfließen während mir das Lächeln vom Gesicht gewischt wird. Dann steh ich da und fühle mich irgendwie betrogen, während sich mein Gegenüber nun fröhlich mit irgendjemandem anderen unterhält, nachdem er ja nun seine schlechte Laune rausgelassen hat.

Das ist, warum ich mich auf Menschen nicht verlassen will. Es lässt sich so leicht so viel sagen, was so viel schwerer wiegt. Was tue ich hier eigentlich? Warum bin ich gerade eigentlich so verbittert. Gerade vielleicht einfach ein kleines bisschen zu verletzlich und ein kleines bisschen zu schwach.

Und dabei war das alles wahrscheinlich gar nicht so gemeint und ich reagiere eben einfach über.
Aber weil das hier mein Blog ist, werde ich jetzt einfach mal die Kommentar- und Gästebuchfunktion abschalten. Wer dann noch will, kann mir immernoch über Kontakt etwas schreiben.

Möglich, dass ich mit diesem Eintrag eine ganze Menge Menschen enttäusche. Aber verletzen tue ich wahrscheinlich nur mich selber damit.
Weil ich so verbittert auf Menschen reagiere.
So verbittert.
Verdammt.
3.8.06 14:18


Gefühle, nicht lang anhaltend aber dafür umso heftiger. Da geht es mir an einem Abend ohne rechte Vorwarnung hundsmieserabel und am nächsten Morgen ist nichts mehr davon da, nichts. Ich stehe auf und bin leicht verwundert, weil ich mir denke, dass es mir jetzt eigentlich immer noch schlecht gehen müsste.
Und das bei allem so. Kommt plötzlich, aber lässt sich dann nach höchstens zwei Stunden auch wieder verschwinden. Was mir eigentlich halbwegs Recht ist. Meine Gute Laune versuche ich länger aufrecht zu erhalten, aber ich bin mir nicht sicher ob mir das gelingt.
Dadurch bekommt das Wort "neutral" eine ganz neue Bedeutung. Ich fühle mich die meiste Zeit neutral. Weder gut, noch schlecht. Nicht, dass es mich jetzt sonderlich stören würde, dann wäre es ja "schlecht neutral" oder so etwas. Es ist einfach neutral. Das kommt mir alles so manipulierbar und irgendwie auch künstlich vor.
Ich lächle und freue mich weil ich denke, ich habe Grund mich zu freuen, aber das kleine Stimmchen streckt die Hand aus und kratzt mit dem Fingernagel an diesem Lächeln und es kratzt die Farbe davon herunter. Und dann steh ich wieder da und es ist einfach nichts da.
Das macht mir nichts aus, solange ich nicht in den Spiegel sehe. Sobald ich in den Spiegel sehe, sehe ich, dass es so auch nicht okay ist. Also bleibe ich mal wieder weg von Spiegeln oder achte dabei nicht auf das Lächeln, oder dass es nicht da ist, sondern auf alles andere. Das Aussehen. Wie auch immer. Hmpf.

Vorsicht, unberechenbar. Zwei Schritte zurück treten. Danke.

Eigentlich ist das doch super albern, oder? Und das frustriert mich irgendwo. Dadurch, dass mir alles so künstlich vorkommt, nehme ich vielleicht aus Trotz die Dinge dafür zu ernst und dann kommen ganz bescheuerte Reaktionen dabei heraus. Meine Güte. Das ist dann dieses Bild, wo man selber neben sich steht und sich konfus am Kopf kratzt über sich selber. Hmpf.
3.8.06 21:37


Türke? Schreib mir bitte nochmal eine Mail, aber diesmal mit einer Mailadresse oder einer ICQ-Nummer/MSN-Adresse, ja? Wie soll ich denn mit dir reden, wenn ich dich nicht kontaktieren kann?

Mia - ich denke an dich und werde auch das nächste Mal an dich denken wenn ich vor einem Spiegel stehe und alles nicht passt. Und wenn ich nur im Geist alle Spiegel, denen ich über den Weg laufe, zertrümmere - danke. Das hat mich zum Lächeln gebracht.
Aber sag, wo bist du denn schon wieder? Den Blog gibt es ja nicht mehr...

Mira - Tut mir leid, ich habe zwar gerade wieder ICQ auf Unsichtbar und MSN auf Offline-Online, sodass ich sehen kann wer da ist (was bei mir niemand ist....), aber selbst wenn jemand online wäre, wäre ich mir nicht sicher, ob ich denjenigen ansprechen würde. Ich habs länger nicht mehr mit Chatten versucht und bisher hats mir nicht sehr gefehlt...
6.8.06 01:42


Nachdem meine Stimme ein Krächzen geworden war als ich den Mund aufmachte und das Lied mitgesprach hing eine Träne in der Ecke meines Auges.
Und genauso arm und erbärmlich wie meine Stimme klang und wie ich wohl ausgesehen haben musste fühlte ich mich.


Ich mag es manchmal, so zu schreiben. Einfach, weil ich gerade etwas schreiben will und zwar in genau Dieser Art, in der vielleicht eine ganze Geschichte geschrieben sein könnte. Nur habe ich Meine Art Geschichten zu schreiben einfach noch nicht gefunden. Und dann kommt sowas dabei raus. Das sind die Dinge, die für mich persönlich eigentlich unwichtig sind, die sich aber gerade geeignet haben, in Der Art aufgeschrieben zu werden.
6.8.06 02:23


Es gab Zeiten, da wusste ich die Antworten auf diese Fragen, es gab Zeiten, da fühlte ich mich stark. Und war es auch.
Aber gerade... bin ich es nicht. Alles was ich fühle ist ein ganz leiser Hauch Verzweiflung.

Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich meine Art dauerhaft zufrieden und glücklich zu leben noch nicht gefunden.
7.8.06 17:07


Das Geräusch des Windes lies sie aufschrecken und sie drehte den Kopf um durch das Fenster hinaus zu sehen. Der Wind wehte. Mit dem von ihr so geliebten Geräusch zerzauste er die Blätter des Apfelbaums und fuhr durch die Gärten der Nachbarhäuser... Alles in ihr verzehrte sich danach dort draußen zu sein, bei ihm, in ihm, er zu sein: der Wind. Aber alles was sie tat, war sitzen zu bleiben und still den widerhallenden Wunsch zu fühlen, der wie das Blut durch ihren Körper strömte. Irgendwann würde sie der Wind sein, wie der Wind sein. Und dann war alles gut.
8.8.06 16:14


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung