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Nachdem ich zum wiederholten Male "Die Welt, wie Larry sie sieht" durchgelesen habe, bin ich - wie jedes Mal - fasziniert, wie sehr mich das Buch fesselt und wie bewusst es mir immer macht, was ich will und wo ich irgendwie vergessen habe es auszusprechen und beim Namen zu nennen.

Mir kam dann heute der Gedanke dass die Idee auszuziehen mich auch nicht zu meinem eigenen Ziel bringen würde, sondern nur wieder ein Versuch wäre, die Dinge auf eine Art zu lösen die nicht die meinige ist. Es macht keinen Unterschied ob ich von hier weg komme oder ob ich bleibe. So habe ich jetzt einfach mein Zimmer, das Haus, meine Familie zum Übeltäter gemacht, obwohl sie ja gar nichts dafür können.
Im Prinzip will ich nicht hier raus, sondern muss nur dieses Gefühl des Eingesperrtseins wegbekommen. Mein Zimmer wird zum Gefängnis in dem ich langsam verzweifele. Dieses Wochenende hatte ich wiederholt das Bedürfnis an die frische Luft zu gehen und hab mich deswegen aufs Dach gesetzt/gelegt und die Augen zugemacht. Mehr brauchte es ja gar nicht, damit hatte ich dann genug Platz.

Und ich muss unbedingt weiter ausmisten. Joshs 75 Gegenstände klingen irgendwie nach etwas Positivem, das sich vielleicht nicht ganz so durchsetzen lässt, aber ich habe hier einfach immer noch viel zu viel Müll rumliegen.


.. Nun, die Worte drücken heute nicht ganz das aus, was ich sagen will.. versuchen wir das später noch einmal.
2.4.06 20:04


Das ist mir jetzt wirklich zuviel. S.an, geh weg. J.ule, warum rufst du mich an? Ich hatte doch heute erst M.ar.ti.ni da, und bei M.ic.hi war ich mit ihr auch noch..
Etwas zuviel an Kontakt und an Leuten.
Vielleicht sind es auch gar nicht diese Sachen, aber es kommt mir zumindest gerade so vor.

Und es scheint mir, als wäre ich gerade innerlich ausgerastet. Als hätte da ein Teil von mir das laute Schreien angefangen, das ich nicht kann. Während ich weiter gelächelt habe. Etwas in mir hat laut aufgeschrien und ist zusammengebrochen. Und jetzt stimmt irgendwas nicht mehr.
Vielleicht war es doch etwas zuviel die letzten Tage. Alles.
Irgendwann in letzter Zeit ist mir die innere Ruhe abhanden gekommen und jetzt laufe ich genauso still wie vorher durch das Leben, bin aber nicht mehr ruhig.
3.4.06 21:45


Adieu erstmal, ich mach mich auf die Suche nach dem echten Lächeln und der Ruhe. Ich weiß genau dass ich sie irgendwo liegen gelassen hab, solltet ihr sie gesehen haben, sagt mir doch bitte Bescheid, ja?
Ich denke nach der Fülle, den Farben und dem Sinn der Worte werde ich mich auch noch umschauen gehen müssen.

Irgendwas stimmt einfach nicht, ich krieg nur nicht zu fassen WAS.
3.4.06 21:59


Mein Kopf schmerzt..

Das macht einem das Lachen aber auch so verdammt schwer..
4.4.06 19:00


Vielleicht benehme ich mich jetzt so komisch lächerlich weil die Kindheit etwas zu früh angefangen hat zu verschwinden.
Mum hat mich heute geschockt als sie meinte, ich hätte schon mit.. paar Monaten bevor ich 8 wurde.. nach dem Krankenhausaufenthalt gesagt dass sich jetzt etwas verändert hat und nie mehr so sein wird wie es war.
War ich immer schon so drauf wie ich jetzt drauf bin, mir dessen damals nur noch nicht bewusst? Find ich gar nicht gut. Das passt irgendwie nicht so wirklich finde ich. Irgendwas daran passt nicht.



Mein großer Bruder ist so herrlich lieb und so unboshaft. Klar, er hat auch seine Seiten an ihm, die ich früher gehasst habe und sie jetzt immer noch nicht wirklich mag (Jähzornig. Übel, übel. Schlägt mir brutalst auf den Schädel, ich zerkratz ihm dafür das Gesicht. Wer kriegt Ärger? Ich.), aber ich hab teilweise das Gefühl er könnte mit unserer Situation hier Zuhause besser umgehen als ich.

Mein Vater hat eine Freundin. Schon seit längerem. Und scheinbar auch schon mehrere. (Hab ich aus den Mails rausgelesen, die ich mir unerlaubterweise angeschaut hab.) Gleichzeitig stehen aber wieder Kondome im Schlafzimmer rum, auch wenn er den größten Teil der Zeit im Wohnzimmer auf dem Sofa schläft.
S.ig.rid (die Freundin) ist supernett und ich hab die auch total gerne. Aber ich hab Mum öfter mal drauf angesprochen und da waren Sätze dabei wie "Hat früher ziemlich weh getan, aber inzwischen ist da nichts mehr". Im Endeffekt ist das eine total verfahrene Geschichte in der man nicht so leicht einen Überblick findet.

Auch ist mein Vater teilweise furchtbar primitiv. Kommt mir zumindest so vor. Wenn man mit ihm redet und das Gespräch von seiner Seite aus "Und?", "Wie gehts dir?", "Ja", "Hm", "Genau", "So ist das" besteht. Aber nicht mal mit Zusammenhang sondern irgendwie reingeworfen. Als würde er nur so tun als würde er sich unterhalten. Und wenn er dann wieder dasteht und Essen in sich hineinstopft. Kalt. Aus dem Kühlschrank. Irgendwas, was grad da ist.

Mein Bruder scheint damit gut klar zu kommen. Aber mich macht es aggressiv wenn mein Vater solche Antworten gibt.
Auch wenn er ja nicht immer so ist. Man kann sich auch gut mit ihm unterhalten. Aber eben nur, wenn ihm danach ist. Nie, wenn mir danach ist. Das ist zu einseitig für mein Empfinden.
Und es schüttelt mich wenn er willkürlich Essen in sich hineinstopft. Ich ekel mich davor.

Und er schreit/schimpft zuviel. Wenn Mum nicht kapiert, was sie bei der Steuer machen soll. Wenn sie sich streiten.
Es fällt vielleicht niemandem auf, aber das macht mich total fertig (Ist ja eigentlich verständlich..) und ich sitze dann oben in meinem Zimmer und halte mir die Ohren zu. Wenns dann immer noch zu laut ist, kletter ich rauf aufs Dach und warte bis es vorbei ist.


Wie soll ich mit meinem Vater klarkommen, wenn es da Seiten an ihm gibt, die ich leider kenne, die mich aber nichts angehen? Und wenn da diese dummen Angewohnheiten sind.. die es mir so schwer machen ihn als ganzes Wesen zu sehen?
Ich will keine halben Sachen. Ich will keinen halben Menschen. Ich will einen ganzen. Aber wie soll das funktionieren wenn ich keinen ganzen bekommen kann?



Frust.
Musste einfach mal wieder ausgesprochen werden.
Ich komm damit einfach nicht klar.
5.4.06 19:20


Oh, die Kopfschmerzen sind die letzte Woche wieder schlimmer geworden und auch der Hals plagt mich ein kleines bisschen, aber trotzdem liegt da dieses Lächeln in meinem Gesicht. Es zeigt sich vielleicht nicht darauf, aber ich fühle dieses Lächeln, die ganze Zeit. Ich weiß nicht, ob man es mir ansehen würde, aber das macht auch nichts. Es ist ein hoffnungsvolles Lächeln. Ein Lächeln mit Gewissheit.
Jetzt habe ich zwei Wochen zum Erholen und zum Schöpfen neuer Kräfte.
Zwei Wochen, in denen ich lernen müsste. Ich werde lernen, aber nicht für die Schule.
Vielleicht werde ich aber auch beides machen.

Aber die Zeit jetzt wird nötig sein.. die letzten Tage habe ich mich kraftlos vorwärts geschleppt. Da war keine Kraft mehr, die ich hätte aufbauen können, weil ich sie sofort und in größeren Mengen gebraucht hätte.
Zeit wieder zu Leben. Zeit, mein Ziel wieder ins Auge zu fassen. Wie ich feststellen musste, habe ich einiges wieder vergessen.


Achja: Ich habe heute zum ersten Mal seit ... 4, 5 Monaten wieder alleine gechattet. Auch wenn die Person nach einer halben Stunde nettem Gespräch einfach verschwunden ist. Ich kann es noch. Und es hat Spass gemacht. Soll man dem Chat vielleicht noch einmal eine Chance geben?
7.4.06 23:02


Es entgleitet mir.. und ich stehe nur wie erstarrt da und suche verzweifelt nach der Vereinbarkeit der zwei Leben, die scheinbar beide gelebt werden müssen, von denen ich mir aber nicht sicher bin, ob sie nebeneinander bestehen können.
Ob das Leben, was mir so sehr am Herzen liegt neben dem Leben bestehen kann, das scheinbar sein muss. Es wurde die letzten Wochen so flüchtig, nur noch ein Hauch.. Aber ich will nicht eines Tages aufwachen und feststellen müssen, dass ich es verloren habe.
10.4.06 12:55


Jetzt ist es mir schon wieder passiert. Ich saß im Chor und ein Mädchen hat gesagt "noch eine halbe Stunde". Da kam der Satz wieder hoch, den ich mal von mir gegeben habe: "Hobbys sind die Dinge, bei denen du nicht auf die Uhr schaust um zu sehen, wie lange du noch durchhalten musst".
Heute habe ich auf die Uhr geschaut. Und wurde trauriger und hab nur noch Fehler gemacht und schließlich nur noch ganz leise gesungen. Was mir kein bisschen mehr Spass gemacht hat.
Es macht mir keinen Spass hohe Töne zu singen und ich singe bei tiefen Tönen immer ein bisschen zu tief. Das ließe sich bestimmt beheben, wenn man daran arbeiten würde. Aber das will ich ja eigentlich gar nicht. Vielleicht hab ich auch einfach in letzter Zeit zu oft den Satz gehört "Du singst so laut". Hab ich wohl immer schon. War auch der Grund, warum ich mit 10 Jahren aus dem anderen Chor raus bin, da haben mich immer alle so angesehen wenn ich gesungen habe. Weil ich zu laut war.

Ich will ein Hobby, das als Hobby durchgeht, ich will ein Hobby bei dem ich bleiben kann und das mir dauerhaft Spass macht und sich nicht nach spätestens einem Jahr als Mogelpackung entpuppt.
Aber vielleicht bin ich für Sachen mit Gruppen einfach nicht geschaffen. Entweder ich fühle mich unwohl, weil ich nicht dazugehöre, oder weil es mir zu viele Leute auf einem Haufen sind, oder es gibt irgendwelche anderen Gründe. Irgendwas ist immer.
Kein Sport, der mir gefällt, kein anderes, kein Nichts.
Wenn man mich frägt, was ich in meiner Freizeit mache sage ich "Lesen". Und denke mir, dass ich außerdem am Computer rumsitze und sonst eigentlich nichts tue. Nichts wichtiges. Nichts, was hier in dieser Welt wichtig wäre.

Was für eine Ironie, wo doch gerade das "Nichts tun" das ist, was mir so wichtig ist und was dafür verantwortlich ist, dass ich mich gut fühle.

"Deine Mathelehrerin hat gesagt, du hättest brachliegendes Potentital".. "Eine schnelle Auffassungsgabe".. Geht mir weg mit der Schule, die bringt mir nichts und ist mir nicht wichtig, sie bringt mich nicht weiter.

Schreiben über Dinge, die keinerlei Bedeutung haben und nicht das sind, was ich eigentlich sagen will. Es zerreißt mich, es wühlt in mir und ich fühle mich schon wieder wie ein Tier im Käfig, das unruhig im Kreis herumtigert, immer und immer und immer und immer wieder. Immer im Kreis herum.

Ich schweife schon wieder ab. Da ist diese tiefe, unbezwingbare Sehnsucht, dieser Drang nach... nach dem Unbenennbaren. Und ich krieg nichts zu fassen, ich steh da und fühl mich leer, weiß aber irgendwo in mir drin, was ich will und was ich dafür tun muss.
Aber ich kriegs nicht auf die Reihe.
Das passt alles nicht zusammen.
Das passt hier alles nicht zusammen.
Es geht einfach nicht.
Zuviel Kram, zuviel Balast, zuviel Unwichtiges, zuviel Störendes.
Bin ich gerade am Durchdrehen?
Möglich.
Sogar wahrscheinlich.
Bin ich?
Ja?
Sagen wir ja.
Und nehmen uns unser Buch, stellen die Schüssel mit dem Schokopudding weg und verziehen uns in eine Ecke, wo wir die Wand im Rücken haben und unsere Ruhe.
10.4.06 23:18


Angst.
Aber das ist doch bestimmt nicht berechtigt?
Das hat bestimmt gar nix zu sagen, dass da jemand meinen Blog gefunden hat, als er Träumerchen bei Google eingetippt hat. Das hat bestimmt nichts zu sagen und ich leide einfach nur unter Verfolgungswahn.
Wenn ich jetzt aber nicht unter Verfolgungswahn leide, dann..

Dad geh bloß von meinem Blog weg!!
Du hast hier nichts zu suchen.
Und allein deine Anwesenheit wäre/ist ein guter Grund für mich ein Passwort draufzumachen. Da haste deinen Grund. Aussperren von unerwünschten Leuten.
Geh weg, das tut weder dir noch mir gut.
Mach die Seite zu, vergiss die Internetadresse und hör bloß auf dir Gedanken über das zu machen, was ich hier schreibe.
Weder du, noch Mum, noch sonstwer aus meinem Bekanntenkreis hat hier irgendwas verloren.
Also sei so nett und geh wirklich, okay?
Ich will dich hier nicht.

Wenn das alles hier nicht berechtigt ist und ich einfach nur überreagiere..
Da stellt sich doch die Frage warum ich es nicht fertig bringe, meiner Familie direkt ins Gesicht zu sagen "Ich will nicht dass ihr meinen Blog lest"?
11.4.06 10:50


Lass das Fleisch stark sein, wenn der Geist schwach ist. Ein Schritt vor den anderen. Statt dem Bus zu Fuß laufen. Einfach um zu wissen, dass wenigstens das noch funktioniert. Gleichzeitig aber jeden Schritt verfluchen, weil er Platz lässt für Gedanken und Gefühle die fehlen.

Leerer und Leerer trifft es.
Ich verstecke mich hinter meinen Freunden, die ein Bild von mir haben und mir damit ein kleines bisschen Fülle geben können. Ich verstecke mich hinter der Musik um die Leere meiner Gedanken nicht zu hören. Ich verstecke mich in Büchern und stelle erschreckt fest, wie sehr ich dabei mein Selbst aufgeben kann.

Es schreit in mir, wie ich das nur zulassen konnte, es schreit, warum ich es überhaupt erst so weit habe kommen lassen und ich stehe da und wimmere um Vergebung während ich selbst meine Beschuldigung immer und immer wieder brülle.

Ich sitze hier und mogel mich durch den Tag, ich lese, esse, unterhalte mich und starre die Zeit an. Und etwas fehlt. Mit jedem Ein- und Ausatmen fehlt es. Ich bin unangenehm und gereizt und ich habe aufgehört zu lächeln..

Falsch und kaputt und ich müsste Mathe lernen, weil ich Mathe nicht kann und ich müsste Französisch lernen, weil ich Französisch nicht kann und ich müsste Englisch lernen, damit ich bei Englisch auf mehr als nur mein Glück vertrauen kann und ich wollte, sollte doch anfangen Sport zu machen und ich sitze in meinem Zimmer, atme ein und atme aus und es fehlt. Und ist falsch. Und stimmt nicht.
12.4.06 00:06


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